21.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 21.11.2017
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Langsam gesprochene Nachrichten

21.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 21. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

Bundespräsident lotet Chancen für Jamaika-Koalition aus:

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will an diesem Dienstag mit FDP-Chef Christian Lindner darüber sprechen, ob es noch Chancen für eine Jamaika-Koalition mit Union und Grünen gibt. Nach dem Scheitern der Sondierungen für ein schwarz-gelb-grünes Bündnis hatte Steinmeier die Parteien aufgerufen, sich weiter um eine Regierungsbildung zu bemühen. Lindner widersprach in der ARD der Darstellung, man sei kurz vor einer Einigung gewesen. Nach seiner Perspektive habe es "nach 50 Tagen noch 237 Konflikte" gegeben. Dem Vernehmen nach empfängt Steinmeier noch vor Lindner die Grünen-Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir in seinem Amtssitz Schloss Bellevue. Zu einer Minderheitsregierung hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel eher skeptisch geäußert. Sollten die Jamaika-Sondierungen nicht wieder aufgenommen werden, gelten daher Neuwahlen als wahrscheinlichste Lösung. 

 

Keine weitere EU-Agentur mit Sitz in Deutschland:

Für die Bankenaufsicht der EU und die europäische Arzneimittelbehörde stehen neue Standorte fest. Während die Bankenaufsicht ihren Sitz künftig in Paris haben wird, zieht die Arzneimittelbehörde nach Amsterdam. Beide Städte erhielten den Zuschlag nach jeweils drei Abstimmungen im Losverfahren. Deutschland konnte sich mit seinen Bewerbern Frankfurt und Bonn nicht durchsetzen. Beide EU-Agenturen hatten ihren Sitz bisher in London. Sie müssen wegen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union umziehen.

 

Putin deutet Ende des Syrien-Einsatzes an:

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat im russischen Badeort Sotschi überraschend Kremlchef Wladimir Putin getroffen. Putin erklärte in dem Gespräch, der Militäreinsatz in Syrien komme "jetzt tatsächlich zu einem Ende", wie staatliche russische und syrische Nachrichtenagenturen berichten. Nun gehe es darum, politische Prozesse einzuleiten. Putin will am Mittwoch bei einem Dreiergipfel mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani ebenfalls in Sotschi über Syrien beraten. Zudem werde der russische Präsident noch am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump am Telefon über die Lage in dem Bürgerkriegsland sprechen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax. 

 

Simbabwe: Designierter Nachfolger Mnangagwa fordert Rücktritt Mugabes:

Der von Simbabwes Regierungspartei und dem Militär als Nachfolger von Präsident Robert Mugabe aufgebaute Politiker Emmerson Mnangagwa hat den sofortigen Rücktritt des greisen Staatschefs gefordert. Aus Angst um seine Sicherheit bleibe er zunächst weiter im Ausland, erklärte der Anfang November von Mugabe geschasste frühere Vizepräsident. Er habe mit Mugabe gesprochen und ihm geraten, aus freien Stücken zu weichen, denn sonst drohe ihm ein "demütigender" Abgang. Die Armee hatte Mitte vergangener Woche die Macht übernommen und Mugabe unter Hausarrest gestellt. Die Regierungspartei Zanu-PF wählte Mugabe am Sonntag als Vorsitzenden ab und schloss ihn aus der Partei aus. Als Nachfolger wurde - in Abwesenheit - Mnanagagwa gewählt. Im Parlament wollten die Abgeordneten der Zanu-PF an diesem Dienstag ein formelles Amtsenthebungsverfahren gegen den 93-jährigen Langzeitherrscher Mugabe einleiten. 

 

US-Regierung blockt Geschäft zwischen AT&T und Time Warner:

Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, hat das US-Justizministerium wegen kartellrechtlicher Bedenken eine Klage gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomkonzern AT&T eingereicht. David McAtee, Anwalt bei AT&T, sagte, bisher seien Fusionen von Unternehmen, die keine direkten Konkurrenten seien, routinemäßig genehmigt worden. Es gebe keinen legitimen Grund dafür, dass diese Übernahme anders behandelt werde. Ursprünglich hatten die Unternehmen geplant, den im Oktober 2016 angekündigten und über 85 Milliarden Dollar (das sind 73 Milliarden Euro) schweren Deal bis Ende 2017 abzuschließen. US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, unter seiner Präsidentschaft werde das Justizministerium das Geschäft blockieren. Er befürchtet eine zu große Machtfülle für AT&T, was auch manche Verbraucherschützer so sehen. Zu Time Warner gehören unter anderem der Sender HBO, die Filmstudios Warner Bros. und der Nachrichtensender CNN.

 

EuGH droht Polen wegen Abholzung des Urwalds:

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Polen angewiesen, das Abholzen des geschützten Urwalds Bialowieza sofort einzustellen. Andernfalls droht dem EU-Land ein Zwangsgeld von 100.000 Euro pro Tag. Die Richter ließen nur Ausnahmen zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit zu. Damit bestätigte das Gericht eine Anordnung der EU-Kommission. Die polnische Regierung hatte den Holzeinschlag im Schutzgebiet 2016 erlaubt und dies mit dem Kampf gegen den Borkenkäfer begründet. Die EU-Kommission sieht darin indes einen Verstoß gegen EU-Schutzrichtlinien und verklagte Polen vor dem EuGH, weil es sich nicht an eine Aufforderung zum Stopp des Abholzens hielt. Der Wald von Bialowieza erstreckt sich über 150.000 Hektar entlang der Grenze zwischen Polen und Weißrussland. Ein Teil des Waldes ist Schutzgebiet und zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO.

 

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