21.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 21.10.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

21.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:22

Nachrichten von Montag, 21.10.2019 – langsam gesprochen als MP3

Maas wirft Türkei Verstoß gegen Völkerrecht vor

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die türkische Offensive in Nordsyrien als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Ein Angriff auf kurdische Einheiten sei völkerrechtlich nicht legitimierbar, sagte Maas im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Ein Dialog mit der Türkei sei weiter nötig, auch darüber, ob syrische Bürgerkriegsflüchtlinge aus der Türkei möglicherweise gegen ihren Willen in die angestrebte Sicherheitszone nach Nordsyrien gebracht werden sollen. Weitere Maßnahmen der EU gegen die Türkei, wie etwa Wirtschaftssaktionen, schloss der SPD-Politiker nicht aus.

 

Hariri bekommt Unterstützung von Partnern

Im Libanon haben sich die wichtigsten Parteien hinter ein Reformpaket von Ministerpräsident Saad Hariri gestellt. Wie ein Regierungsvertreter mitteilte, stimmten sie unter anderem der Privatisierung großer Unternehmen und einem Verzicht auf neue Steuern zu. Auch sei geplant, die Gehälter von Regierungsbeamten zu halbieren. Die Reformmaßnahmen sollen an diesem Montag vom Kabinett verabschiedet werden. Im Libanon hatten am Sonntag erneut Hunderttausende demonstriert. Sie forderten den Umbau des politischen Systems und prangerten Korruption, Vetternwirtschaft und schlechte Lebensbedingungen an.

 

Ausgangssperre für Chiles Hauptstadt verlängert

Angesichts der anhaltenden Unruhen in Chile haben die Behörden die zweite Nacht in Folge eine Ausgangssperre für die Hauptstadt Santiago de Chile und andere Städte verhängt. Das Militär rief die Bevölkerung auf, "sich ruhig zu verhalten und zu Hause zu bleiben". Unterdessen stieg die Zahl der Toten im Zuge der Unruhen auf mindestens acht. Bei einem Brand in einer geplünderten Kleiderfabrik starben fünf Menschen, wie örtliche Medien unter Berufung auf Feuerwehrvertreter berichteten. In der Nacht zum Sonntag waren bereits zwei Frauen und ein Mann in geplünderten Supermärkten verbrannt.

 

Präsidentenwahl in Bolivien geht in Stichwahl

In Bolivien wird es nach vorläufigen Ergebnissen der Präsidentenwahl wohl zu einer Stichwahl zwischen dem linken Staatschef Evo Morales und dem konservativen Bewerber Carlos Mesa kommen. Morales führt nach Auszählung von 84 Prozent der Stimmen mit 45,3 Prozent, wie die Wahlkommission bekanntgab. Mesa kommt auf 38,2 Prozent. Für einen Sieg in der ersten Wahlrunde wären eine absolute Mehrheit oder mindestens 40 Prozent mit zehn Prozentpunkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten erforderlich gewesen. Morales tritt zum vierten Mal in Folge zur Wahl an, was laut Verfassung eigentlich verboten ist.

 

Katalanische Separatisten protestieren ohne Ausschreitungen

In Barcelona haben katalanische Separatisten die siebte Nacht in Folge gegen langjährige Haftstrafen für neun Führer der Unabhängigkeitsbewegung demonstriert. Tausende Menschen veranstalteten am Sonntagabend einen friedlichen Sitzprotest vor dem Polizeipräsidium im Zentrum von Barcelona. Anders als in den vorangegangenen Nächten gab es diesmal keine Ausschreitungen. Auch auf Mallorca gingen knapp 5000 Menschen aus Solidarität auf die Straße. Am vergangenen Montag hatte Spaniens Oberstes Gericht neun Separatistenführer wegen Aufruhrs zu langen Haftstrafen verurteilt.

 

Australische Zeitungen fordern mehr Pressefreiheit

Aus Protest gegen eine zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit sind in Australien namhafte Tageszeitungen mit geschwärzten Titelseiten erschienen. Schwarze Balken verdeckten Text und Fotos. 19 Zeitungen und Journalistenverbände beteiligten sich an der Aktion. Damit protestierten sie gegen die Durchsuchung von Redaktionsräumen durch die Polizei und Gesetzesverschärfungen, die Journalisten die Arbeit erschweren. Nach Angaben des Bündnisses verabschiedete das australische Parlament in den vergangenen Jahren mehr als 60 Gesetze, die das Aufdecken von Skandalen und Missständen erschweren.

 

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