20.11.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.11.2021
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Langsam gesprochene Nachrichten

20.11.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:22

Nachrichten von Samstag, 20.11.2021 – langsam gesprochen als MP3

Gewalt bei Protesten in den Niederlanden

Bei einer Kundgebung gegen schärfere Corona-Regeln ist es in Rotterdam zu schweren Ausschreitungen gekommen. Nach Schüssen der Polizei soll es sieben Verletzte gegeben haben, teilte die Polizei in der niederländischen Hafenstadt mit. Randalierer hatten Polizeiautos in Brand gesteckt sowie Polizisten und Feuerwehrleute mit Gegenständen beworfen. Die Proteste richteten sich gegen Überlegungen der Regierung, angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine 2G-Regel in den Niederlanden einzuführen. Zugang zu Veranstaltungen, Cafés und Restaurants gäbe es dann nur noch für Geimpfte und Genesene.

 

Genehmigung für Corona-Tabletten

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat dem Corona-Medikament Molnupiravir des US-Pharmariesen MSD eine Notfallzulassung erteilt. Die Tabletten könnten zur Behandlung von COVID-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung droht, teilte die EMA mit. Das Mittel verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in Körperzellen zu vermehren, und mildert damit den Krankheitsverlauf. Außerdem prüft die EMA derzeit auch das Medikament Paxlovid des US-Pharmakonzerns Pfizer. Paxlovid kann ebenfalls in Tablettenform von COVID-19-Patienten eingenommen werden.

 

Bayern und Sachsen ziehen Notbremse

Mit massiven Maßnahmen reagieren die Landesregierungen in München und Dresden auf die stark steigende Zahl der Corona-Infektionen im Südosten Deutschlands. In Bayern sollen laut Ministerpräsident Markus Söder von Mitte kommender Woche an für Ungeimpfte strikte Kontaktbeschränkungen gelten. Alle Clubs, Diskotheken und Bars müssen für die nächsten drei Wochen schließen, Weihnachtsmärkte soll es nicht geben. Ähnliche Maßnahmen sollen in Sachsen bereits am Montag in Kraft treten, wie Sozialministerin Petra Köpping mitteilte. Zudem werden dort Großveranstaltungen, Feste, Messen und auch die Beherbergung von Touristen untersagt.

 

Saakaschwili nimmt wieder Nahrung zu sich

Nach der Verlegung in ein Militärkrankenhaus hat Georgiens Ex-Präsident Michail Saakaschwili seinen Hungerstreik beendet. Der 53-Jährige befinde sich weiter in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte sein Arzt Nikolos Kipschidse. Er werde intensivmedizinisch betreut. Saakaschwili war Anfang Oktober nach acht Jahren im Exil aus der Ukraine nach Georgien zurückgekehrt und kurz darauf festgenommen worden. Aus Protest gegen seine Inhaftierung nahm er sieben Wochen lang keine Nahrung zu sich. Die Behörden werfen ihm Amtsmissbrauch vor. Er weist die Anschuldigungen als politisch motiviert zurück.

 

Polizeischüler posieren als Nazis

Im Westen Kolumbiens haben Polizeianwärter bei einer Veranstaltung SS-Uniformen getragen und Nazisymbole zur Schau gestellt. Ein Teilnehmer hatte sich als Adolf Hitler verkleidet, wie Fotos in sozialen Netzwerken zeigten. Der Direktor der Polizeischule in Tuluá wurde entlassen. Präsident Iván Duque sowie die deutsche und die israelische Botschaft in Bogotá verurteilten die Vorgänge als Verharmlosung der NS-Herrschaft. Das kolumbianische Verteidigungsministerium betonte, die Veranstaltung habe in keiner Hinsicht den politischen Leitlinien bei der Ausbildung von Sicherheitskräften entsprochen.

 

Freispruch im Kenosha-Prozess

Im US-Bundesstaat Wisconsin ist ein junger Todesschütze freigesprochen worden. Der angeklagte Kyle Rittenhouse hatte bei Anti-Rassismus-Protesten in der Stadt Kenosha zwei Männer erschossen und ein dritten verletzt. Die Geschworenen befanden den zum Tatzeitpunkt 17-Jährigen in allen Anklagepunkten für nicht schuldig. Rittenhouse hatte nach eigenen Angaben im August 2020 Geschäfte vor Plünderern schützen wollen. US-Präsident Joe Biden rief dazu auf, das Urteil zu akzeptieren, auch wenn ein "Gefühl des Ärgers" zurückbleibe. Anti-Waffen- und Bürgerrechtsgruppen sprachen von einem "Justizirrtum".

 

Biden ist fit

Erstmals in seiner Amtszeit hat Joe Biden den für US-Präsidenten üblichen regelmäßigen Gesundheits-Check absolviert. Nach Angaben seines Arztes ist Biden ein gesunder, kräftiger 78 Jahre alter Mann, der fit sei, erfolgreich die Pflichten der Präsidentschaft auszuüben. Das jüngst vermehrt von der Öffentlichkeit bemerkte Räuspern und Husten des Präsidenten führte der Mediziner auf gelegentliches Sodbrennen zurück. Zum anderen sei Bidens Gang etwas steifer. Hier empfahl der Arzt orthopädische Einlagen.

 

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