20.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.09.2012
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Nachrichten

20.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Birmas Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi ist im Weißen Haus von US-Präsident Barack Obama empfangen worden. Das geschichtsträchtige Treffen im Oval Office war als privat gekennzeichnet worden. Zuvor war die Friedensnobelpreisträgerin im Kapitol für ihren friedlichen Kampf gegen die Militärherrschaft in ihrer Heimat mit der höchsten Auszeichnung des US-Kongresses geehrt worden. Die Goldene Ehrenmedaille war Suu Kyi bereits 2008 zugesprochen worden, als sie in Birma noch unter Hausarrest stand. Die 67-jährige Politikerin erklärte in Washington, dies sei einer der bewegendsten Tage ihres Lebens.

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Chinas Regierungschef Wen Jiabao kommt heute mit den Spitzen der Europäischen Kommission in Brüssel zusammen. Bei dem Treffen mit Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso geht es in erster Linie um die Handelsbeziehungen. Sie waren zuletzt durch den Verdacht des Dumpings chinesischer Firmen in Europa gespannt. Der Gipfel ist der letzte, bei dem der scheidende Regierungschef Wen die Volksrepublik vertritt. Anders als sonst üblich wurde keine Pressekonferenz angesetzt. Die chinesische Seite hatte dafür laut EU unzumutbare Bedingungen gestellt, darunter eine Vorauswahl der Journalisten.

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Die Syrien-Krise steht nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei der bevorstehenden Generalversammlung ganz oben auf der Tagesordnung. Die diplomatischen Bemühungen um eine Beilegung der Gewalt müssten weitergehen, forderte Ban in New York. Der Sicherheitsrat verabschiedete derweil eine Resolution, in der die Mitglieder Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Konflikten verurteilten. In einem UN-Bericht im Juni war syrischen Regierungstruppen Gewalt gegen Kinder vorgeworfen worden. Derweil kamen bei Bombenanschlägen in Damaskus zahlreiche Menschen ums Leben.

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Bei einem israelischen Luftangriff auf Ziele im Gazastreifen sind zwei Palästinenser getötet worden. Ein weiterer Mann sei verletzt worden, heißt es in Agenturberichten. Bei den Opfern soll es sich um Mitglieder der Extremisten-Gruppe Islamischer Dschihad gehandelt haben. Sie waren mit einem Auto in der Stadt Rafah in der Nähe der Grenze zu Ägypten unterwegs, als ihr Fahrzeug von zwei Raketen getroffen wurde.

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Eine in dem islamfeindlichen Film "Die Unschuld der Muslime" mitwirkende Schauspielerin hat in den USA Klage eingereicht. Cindy Lee Garcia gab bei einem Gericht in Los Angeles an, sie sei über die mit dem Video verfolgten Absichten getäuscht worden. Ihre Klage richtet sich zum einen gegen Nakoula Basseley Nakoula, einen 55 Jahre alten aus Ägypten stammenden koptischen Christen, der in der Nähe von Los Angeles lebt und als Macher der Videos gilt. Zudem verlangt sie von Google, das Video von der Plattform YouTube zu entfernen. Wegen des Films gibt es in der muslimischen Welt seit mehr als einer Woche blutige Proteste. Am Mittwoch hatte das französische Satire-Blatt "Charlie Hebdo" provokante Mohammed-Karrikaturen veröffentlicht. Aus Sorge vor weiteren Gewaltakten ordnete Frankreichs Regierung für Freitag die Schließung ihrer Botschaften, Konsulate, Schulen und Kulturzentren in rund 20 Ländern an.

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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will die Internetkonzerne Google und Facebook zu mehr Datenschutz zwingen. Man müsse dafür die europäischen Kräfte bündeln, sagte die CSU-Politikerin dem "Hamburger Abendblatt". 500 Millionen europäische Verbraucher hätten mehr Macht als 80 Millionen in Deutschland. Aigner verwies in diesem Zusammenhang auf die EU-Datenschutzverordnung, die derzeit ausgehandelt werde und die auch Firmen mit Sitz außerhalb Europas betreffen soll. Aigner kritisierte, immer wieder lockere Facebook hinter dem Rücken der Nutzer die Datenschutz-Einstellungen. Das könne sie als Verbraucherministerin nicht hinnehmen.

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Microsoft-Gründer Bill Gates bleibt der reichste Mann in den USA. Wie das US-Magazin "Forbes" berichtete, verfügt Gates inzwischen über 66 Millarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sei sein Vermögen um sieben Milliarden Dollar gewachsen. Auf Gates folgt der Investment-Guru Warren Buffett mit 46 Milliarden Dollar. Das Vermögen der 400 reichsten Amerikaner beträgt laut "Forbes" zusammen genommen 1,7 Billionen Dollar. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist in der Rangliste zurückgefallen, da sei Vermögen von 17,5 Milliarden auf 9,4 Milliarden Dollar zusammengeschmolzen ist.

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