20.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.08.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

20.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Montag, 20.08.2018 – langsam gesprochen als MP3

Griechenland verlässt den Euro-Rettungsschirm

An diesem Montag endet das dritte Kreditprogramm des Euro-Rettungsschirms ESM für das hochverschuldete Griechenland. Damit muss das südosteuropäische Land erstmals seit fast neun Jahren ohne internationale Finanzhilfen auskommen. Athen hatte seit 2010 angesichts einer drohenden Staatspleite Darlehen von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds erhalten. Insgesamt flossen rund 289 Milliarden Euro, im Gegenzug für harsche Spar- und Reformmaßnahmen, darunter erhebliche Lohn- und Rentenkürzungen. Damit konnte ein befürchteter Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone verhindert werden.

 

Salvini droht EU-Partnern mit noch schärferem Vorgehen gegen Migranten

Nach einem Streit mit Malta über ein Schiff der italienischen Küstenwache mit Migranten hat Innenminister Matteo Salvini damit gedroht, die 177 Menschen auf der "Diciotti" nach Libyen zurückzuschicken. Der Politiker der populistischen Partei Lega forderte, entweder entscheide sich Europa, Italien konkret zu helfen, oder sein Land werde gezwungen sein, das zu tun, was das Geschäft der Schlepper definitiv beenden werde. Dann werde Italien die auf See geretteten Menschen in einen libyschen Hafen bringen, sagte Salvini. Die "Diciotti" liegt derzeit vor der italienischen Insel Lampedusa fest.

 

Tolu bestätigt Ausreisemöglichkeit

Die in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu darf das Land verlassen. Tolu bestätigte dies via Twitter. Die Meldungen über die Aufhebung ihrer Ausreisesperre seien richtig, der Prozeß gegen sie gehe aber weiter, schrieb die 33-Jährige. Tolu ist in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagt. Diese weist die Journalistin zurück. Tolus mitangeklagter Ehemann muss offenbar in der Türkei bleiben. Die Bundesregierung wirft der Türkei vor, Tolu und weitere Deutsche aus politischen Gründen eingesperrt zu haben. Der Fall hat die Beziehungen beider Länder schwer belastet.

 

Taliban entführen Dutzende Menschen aus Bussen

Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben nach Behördenangaben in der nordafghanischen Provinz Kundus drei Busse gestoppt und die rund 100 Insassen entführt. Laut Provinzregierung wurden die Passagiere an einen unbekannten Ort verschleppt. Erst am Sonntag hatte Afghanistans Präsident Ashraf Ghani trotz der zuletzt heftigen Kämpfe um die Stadt Gasni eine Waffenruhe mit den Taliban angekündigt. Diese sollte an diesem Montag beginnen und so lange dauern, wie sie die Taliban bewahrten, hatte er erklärt.

 

Wieder Tote bei neuem Erdbeben in Indonesien

Bei den jüngsten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok und der Nachbarinsel Sumbawa sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 20 Menschen verletzt, mehrere Gebäude seien eingestürzt, hieß es. Auf Lombok fiel der Strom nahezu komplett aus. Bereits vor zwei Wochen waren auf Lombok bei heftigen Erdstößen mindestens 460 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 400.000 Inselbewohner sind in Folge der Beben obdachlos.

 

Venezolanische Flüchtlinge verlassen Brasilien nach Übergriffen

Rund 1200 Flüchtlinge aus Venezuela sind nach Angriffen Einheimischer aus der brasilianischen Grenzstadt Pacaraima in ihr Heimatland zurückgekehrt. Zuvor hatten Brasilianer Flüchtlingscamps angegriffen. Auslöser der Gewalt war ein Überfall auf einen einheimischen Händler, für den die Bewohner Flüchtlinge verantwortlich machten. Brasiliens Regierung schickte 120 Soldaten in die Grenzstadt. Außerdem soll ein weiteres Aufnahmelager errichtet werden. Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres sind mehr als 17.000 Menschen vor der katastrophalen sozialen Lage in Venezuela nach Brasilien geflohen.

 

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