20.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 20.02.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

20.02.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:27

Nachrichten von Mittwoch, 20.02.2019 – langsam gesprochen als MP3

Juncker will Ungarns Regierungspartei aus EVP werfen lassen

Als Reaktion auf eine Plakatkampagne hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den Ausschluss der ungarischen Regierungspartei Fidesz aus der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament gefordert. Die Partei von Ministerpräsident Viktor Orban vertrete keinerlei christdemokratische Werte, sagte Juncker. Die Plakate in Ungarn zeigen Juncker und den ungarischstämmigen Milliardär George Soros. Die nationalkonservative Fidesz wirft ihnen vor, die Rechte der EU-Mitgliedsländer zur Grenzverteidigung zu schwächen und Einwanderung zu erleichtern.

 

Tausende protestieren in Frankreich gegen Antisemitismus

Tausende Menschen haben in ganz Frankreich gegen Antisemitismus protestiert. An der Kundgebung in Paris nahmen auch Premierminister Edouard Philippe sowie mehr als die Hälfte der Kabinettsmitglieder teil. Präsident Emmanuel Macron kündigte bei einem Besuch im elsässischen Quatzenheim neue Gesetze im Kampf gegen den Judenhass an. Auf dem dortigen jüdischen Friedhof hatten Unbekannte knapp hundert Gräber geschändet. In Frankreich ist die Zahl der antisemitischen Straftaten im vergangenen Jahr um 74 Prozent gestiegen.

 

Venezuela schließt noch eine Grenze

Venezuela hat laut Medienberichten den Luft- und Seeweg zu den niederländischen Karibikinseln Curaçao, Aruba und Bonaire geschlossen. Curaçao war zuletzt als möglicher Ausgangspunkt für Hilfslieferungen nach Venezuela im Gespräch. Lkw mit Hilfsgütern stehen auch in Kolumbien bereit. Venezuelas amtierender Staatschef Nicolás Maduro lehnt Hilfslieferungen ab, weil er sie für einen Vorwand für eine militärische Intervention hält. Verteidigungsminister Vladimir Padrino betonte, die Streitkräfte seien in Alarmbereitschaft, um "die territoriale Integrität" Venezuelas zu schützen.

 

Trump gründet Weltraumarmee

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Schaffung eigener Weltraumstreitkräfte unterzeichnet. Die sogenannte "Space Force" soll als eigenständiger sechster Arm des US-Militärs bestehen. Laut US-Verteidigungsministerium soll in den kommenden Wochen ein Gesetzesvorschlag dazu vorliegen. Russland und China sind für den US-Präsidenten scharfe Konkurrenten im All. Schon heute spielt der Weltraum in der satellitengestützten Kriegsführung eine große Rolle. Viele Abgeordnete und Pentagon-Vertreter warnen allerdings vor hohen Kosten und Bürokratie einer eigenständigen Space-Force.

 

Kurden für UN-Sondergerichte für IS-Gefangene

Die syrischen Kurden haben die Vereinten Nationen aufgerufen, in dem Bürgerkriegsland internationale Sondergerichte für inhaftierte IS-Kämpfer einzurichten. Es gebe vor Ort keine Möglichkeit, die Terroristen juristisch zu verfolgen, sagte ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte, SDF, der Deutschen Presse-Agentur. US-Präsident Donald Trump hatte die europäischen Länder aufgefordert, in Syrien gefangene IS-Kämpfer zurückzunehmen und vor Gericht zu stellen. Die EU-Staaten sehen jedoch massive praktische Probleme.

 

London will IS-Frau Staatsangehörigkeit entziehen

Die britische Regierung will Medienberichten zufolge einer 19-jährigen IS-Anhängerin die Staatsbürgerschaft aberkennen und sie nicht wieder einreisen lassen. Die junge Frau will Syrien verlassen, damit ihr drittes Kind bessere Überlebenschancen hat. Zwei ihrer Babys sollen gestorben sein. Die Frau war 2015 als 15-Jährige gemeinsam mit Mitschülerinnen in die damalige IS-Hochburg Al-Rakka gereist und dort mit einem IS-Kämpfer aus den Niederlanden verheiratet worden. Sie bereue ihren Aufenthalt in Syrien nicht und liebe ihren Mann, hatte sie einer Zeitung gesagt.

 

Hunt will in Berlin für Entgegenkommen bei Brexit werben

Der britische Außenminister Jeremy Hunt will bei seinem Besuch in Berlin dafür eintreten, dass Deutschland und die EU Großbritannien in der Brexit-Frage entgegenkommen. Hunt wird an diesem Mittwoch unter anderem seinen Kollegen Heiko Maas treffen. In einer Rede vor der Konrad-Adenauer-Stiftung will er laut Redetext warnen, ein EU-Austritt seines Landes ohne Abkommen wäre wirtschaftlich wie politisch "höchst schädlich". "Wir alle müssen tun, was wir können, um sicherzustellen, dass ein solches Abkommen erzielt wird", betonte er. Großbritannien sei für die EU ein "Freund und Verbündeter".

 

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