19.11.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.11.2015
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Nachrichten

19.11.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Donnerstag, 19. November 2015 – langsam gesprochen als MP3

Einsatz in Saint-Denis vereitelte womöglich neuen Anschlag:

Mit dem Anti-Terror-Einsatz im Pariser Vorort Saint-Denis haben französische Elitepolizisten nach Angaben der Ermittler möglicherweise einen neuen Anschlag verhindert. Bei der Razzia sei ein terroristisches "Kommando" zerschlagen worden, berichtete Staatsanwalt François Molins. Angesichts der Bewaffnung, der Organisationsstruktur und der "Entschlossenheit" der "neuen Gruppe von Terroristen" deute alles darauf hin, "dass dieses Kommando zur Tat schreiten konnte". Acht Verdächtige wurden festgenommen, der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Paris, der belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud, war laut Molins nicht darunter. Bei dem siebenstündigen Zugriff gab es mindestens zwei noch nicht identifizierte Tote, unter denen sich theoretisch auch Abaaoud befinden könnte. An diesem Donnerstag soll die Nationalversammlung einer Verlängerung des Ausnahmezustands um drei Monate zustimmen. In Marseille wurde ein jüdischer Lehrer bei einer Messerattacke von drei Angreifern schwer verletzt, die sich als Unterstützer der IS-Terrormiliz ausgaben.

Anschläge im Stadion und am Bahnhof geplant?:

Beim Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover haben laut Medienberichten Terrorangriffe mitten im Stadion und in der Stadt gedroht. Die "Bild"-Zeitung zitierte aus einem Geheimpapier des Verfassungsschutzes für Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), das auf Informationen eines ausländischen Geheimdienstes basieren soll. Darin heißt es, islamistische Extremisten hätten geplant gehabt, mehrere Sprengsätze mit einem Rettungswagen ins Stadion zu schmuggeln. Der Anführer der Gruppe hätte demnach den Auftrag gehabt, sich unter das Publikum zu mischen und das Blutbad zu filmen. Zudem sollte eine Bombe am Bahnhof detonieren. Auch nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" hatte die Polizei konkrete Hinweise auf mehrere Attentäter. Diese sollen am Dienstag in der Stadt bereits auf der Suche nach Anschlagszielen gewesen sein. Nach offiziellen Darstellungen wurde bisher kein Sprengstoff gefunden, es gab auch keine Festnahmen. Man wisse "bis heute nicht, ob der Hinweis so zutraf", sagte de Maizière im ZDF.

Russland kommt Frankreich mit Resolution gegen IS zuvor:

Russland hat im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen überraschend eine eigene UN-Resolution gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgelegt. Das Papier sei für jeden annehmbar, sagte Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin. Damit kam Moskau Paris zuvor, denn auch Frankreich hatte einen Resolutionsentwurf angekündigt. Kern des russischen Papiers ist allerdings eine Zusammenarbeit mit dem Regime in Damaskus unter Machthaber Baschar al-Assad. Genau das hatten westliche Staaten aber bei einem früheren russischen Entwurf im September abgelehnt, weil Assads Repressionen den Bürgerkrieg in dem Land in Gang gesetzt hätten. Frankreichs UN-Botschafter nannte die russische Vorlage "einen Beitrag, den wir sorgfältig studieren werden".

Griechen und Türken gemeinsam gegen "Tragödie in der Ägäis":

Griechenland und die Türkei wollen angesichts der Flüchtlingskrise stärker zusammenarbeiten. Die Kooperation zwischen den Einwanderungsbehörden und Küstenwachen beider Länder werde verstärkt, um Schleusern das Handwerk zu legen, teilten der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein türkischer Kollege Ahmet Davutoglu bei einem Treffen in Ankara mit. Für beide müsse es "erste Priorität sein, die humanitäre Tragödie in der Ägäis zu beenden", sagte Tsipras mit Blick auf die vielen Flüchtlinge, die auf dem Weg in sein Land im Mittelmeer ertrinken. Die Regierungen in Athen und Ankara wollen eng mit der Bundesregierung kooperieren. Dazu ist laut Davutoglu ein Dreiergipfel mit Deutschland geplant.

WADA suspendiert Russlands Anti-Doping-Agentur:

Die WADA hat Russlands Anti-Doping-Agentur RUSADA suspendiert, weil sie die Regeln nicht eingehalten habe. Dies teilte die Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) während ihres Treffens in Colorado Springs mit. Solange die RUSADA nicht alle Vorgaben erfüllt, kann Russland kein Sport-Großereignis mehr ausrichten. Zuletzt war der russische Leichtathletik-Verband vom Weltverband IAAF in einem aufsehenerregenden Skandal vorläufig suspendiert worden. Den Russen droht damit auch ein Olympia-Ausschluss für die Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro. Neben Russlands Anti-Doping-Agentur wurden auch die Labore in Andorra, Israel, Argentinien, Bolivien und der Ukraine von der WADA für nicht regelkonform erklärt.

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