19.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.07.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

19.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:31

Nachrichten von Donnerstag, 19.07.2018 – langsam gesprochen als MP3

Ermittler wollen Nowitschok-Täter identifiziert haben

Die britische Polizei geht nach Information der Nachrichtenagentur PA davon aus, die mutmaßlichen Täter des Nowitschok-Angriffs auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März in Salisbury identifiziert zu haben. Es handle sich um mehrere Russen, berichtet PA unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen. Die Verdächtigen sollen mithilfe von Überwachungskameras identifiziert worden sein, heißt es. Die Aufzeichnungen seien mit Einreisedaten nach Großbritannien abgeglichen worden.

 

Ausnahmezustand in der Türkei aufgehoben

Der Ausnahmezustand in der Türkei ist in der Nacht zum Donnerstag ausgelaufen. Er war nach dem niedergeschlagenen Putschversuch im Juli 2016 erlassen und seither sieben Mal verlängert worden. Unter ihm waren Grundrechte wie die Presse- und die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Etwa 80.000 Menschen wurden seitdem in Zusammenhang mit dem Putschversuch festgenommen, darunter Oppositionelle und Journalisten. Rund 130.000 Staatsbedienstete verloren ihre Arbeit. Die türkische Opposition fürchtet, der Ausnahmezustand könnte durch das neue Anti-Terror-Gesetz um drei Jahre verlängert werden.

 

Trump will Putin vor russischer Wahlkampf-Einmischung gewarnt haben

US-Präsident Donald Trump hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin nach eigenen Angaben persönlich davor gewarnt, dass die USA Einmischungen in künftige US-Wahlen nicht tolerieren würden. Er habe Putin wissen lassen, dass die USA das nicht dulden könnten, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender CBS. Der US-Präsident reagierte damit auf zunehmende Kritik an seiner unklaren Haltung zum Kremlchef. Nach einem Treffen mit Putin in Helsinki hatte Trump die Erkenntnisse der US-Geheimdienste zur Rolle Russlands im US-Wahlkampf zunächst angezweifelt. Nach massiver Kritik ruderte er zurück.

 

Israel verabschiedet umstrittenes "Nationalitätsgesetz"

Nach heftiger Debatte hat das israelische Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das den jüdischen Charakter des Landes stärken soll. Das sogenannte Nationalitätsgesetz definiert Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes. Arabisch soll nicht mehr Amtssprache sein, nur noch Hebräisch. Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem "Schlüsselmoment" in der Geschichte des Zionismus und des Staates Israel. Arabische Abgeordnete protestierten. Bereits im Vorfeld hatte es Widerstand gegen das Gesetz gegeben. Präsident Reuven Rivlin hatte vor Diskriminierung gewarnt.

 

Letzte von Rebellen belagerte Orte in Syrien werden evakuiert

In Syrien hat die Evakuierung der letzten beiden von Rebellengruppen belagerten regierungstreuen Dörfer begonnen. Demnach sollen alle 6.900 Bewohner aus den Orten Fua und Kafraja in der Provinz Idlib in von der Regierung kontrollierte Gebiete gebracht werden. Im Gegenzug sollen hunderte Häftlinge aus staatlichen Gefängnissen entlassen werden. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist die Evakuierung Teil einer Einigung zwischen Russland als Verbündetem des syrischen Regimes und der Türkei als Unterstützer der Aufständischen.

 

Johnson kritisiert Mays Brexit-Strategie

Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson hat Premierministerin Theresa May vorgeworfen, die Chancen des EU-Austritts zu verspielen. In seiner ersten Parlamentsrede seit seinem Rücktritt sagte er, Mays Brexit-Plan würde Großbritannien zum wirtschaftlichen Vasallen der EU machen. Anstatt die ruhmreiche Vision des Brexit umzusetzen, wirke die Politik der Regierung so, als ob ein Nebel des Selbstzweifels niedergegangen sei. Johnson gilt als Brexit-Hardliner, während May auch nach dem Austritt enge wirtschaftliche und regulatorische Bindungen an die EU anstrebt.

 

Ryanair sagt wegen Streiks hunderte Flüge ab

Wegen drohender Streiks des fliegenden Personals hat der Billigflieger Ryanair in der kommenden Woche 600 Flüge gestrichen. Betroffen sind rund 50.000 Kunden, die kommenden Mittwoch und Donnerstag von und nach Belgien, Portugal und Spanien reisen wollten, teilte die irische Fluggesellschaft mit. Das Kabinenpersonal will mit dem Ausstand unter anderem höhere Löhne und Krankengeld durchsetzen. Die irischen Piloten der Gesellschaft wollen an diesem Freitag und am kommenden Dienstag ebenfalls streiken.

 

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