18.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 18.09.2013
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Nachrichten

18.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Aus Protest gegen geplante Massenentlassungen im Öffentlichen Dienst sind die griechischen Staatsbediensteten in einen 48-stündigen Streik getreten. Von dem Arbeitskampf sind vor allem Behörden betroffen, aber auch die staatlichen Bahnen. Die Gymnasiallehrer streiken schon seit Montag für fünf Tage. Auch die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern nehmen am Ausstand teil. Die Regierung will unter dem Druck der internationalen Kreditgeber bis Ende 2014 15.000 Staatsbedienstete entlassen, davon 4000 noch in diesem Jahr.

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Die NSA-Affäre belastet das Verhältnis zwischen den USA und Brasilien immer stärker. Die Regierungen beider Länder verschoben den geplanten Besuch der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff bei US-Präsident Barack Obama auf unbestimmte Zeit. Die ursprünglich für Oktober geplanten Konsultationen würden vertagt, damit die Vorwürfe gegen den US-Geheimdienst NSA angemessen untersucht werden könnten, erklärte Rousseff. Das Verhalten der US-Regierung entspreche nicht den Umgangsformen zwischen demokratischen Ländern, hieß es in Brasilia. Im Zuge der Enthüllungen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden war ans Licht gekommen, dass auch Rousseff persönlich bespitzelt worden war. Washington bemüht sich seit Wochen, die Wogen zu glätten. Obamas nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice hatte sich mehrfach mit dem brasilianischen Außenminister Luiz Alberto Figueiredo in Washington getroffen.

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Vertreter der fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat haben über den Entwurf für eine Resolution zur Kontrolle der syrischen Chemiewaffen beraten. Zur Debatte stand laut Diplomaten ein Dokument, das aus der Feder der drei westlichen Veto-Mächte USA, Großbritannien und Frankreich stammt. Syriens Präsident Baschar al-Assad werde darin vorgeworfen, für den Einsatz von Chemiewaffen verantwortlich zu sein. Außerdem sei vorgesehen, den Internationalen Strafgerichtshof einzuschalten. Dieser solle prüfen, ob Anklage wegen Kriegsverbrechen erhoben werden könne. Die USA, Frankreich und Großbritannien dringen auf eine scharfe Resolution mit automatischen Sanktionen einschließlich Militäraktionen, sollte Syrien nicht wie zugesagt sein Chemiewaffenarsenal zerstören. Russland lehnt militärische Drohungen strikt ab.

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Nach dem UN-Inspektionsbericht zum Chemiewaffen-Einsatz nahe Damaskus hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle Syriens Präsidenten Baschar al-Assad für das Blutbad verantwortlich gemacht. "Die Indizien sprechen dafür, dass das Assad-Regime hinter diesem Tabubruch steht", sagte Westerwelle der "Süddeutschen Zeitung". Die sorgfältige Recherche der UN-Inspekteure "bestätigt unsere Annahme, dass nur das Assad-Regime Material und Fähigkeiten für diesen Giftgasangriff mit so furchtbaren Folgen hatte", betonte der deutsche Außenminister.

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Nach dem Amoklauf auf einem Marine-Stützpunkt in Washington mit 13 Toten hat US-Präsident Barack Obama den Kongress nochmals aufgefordert, schärfere Waffengesetze zu verabschieden. Er sei besorgt, weil es inzwischen alle drei oder vier Monate "schreckliche Massentötungen durch Schusswaffen" gebe, sagte Obama in einem TV-Interview. Die überwiegende Mehrheit der US-Bürger sei für eine Reform der Schusswaffengesetze. Nun müsse sich der Kongress bewegen.

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Der für den Tod von vier Menschen in Österreich verantwortliche Jäger hat sich vermutlich selbst getötet und angezündet. Bei der Stürmung seines Hauses nach eintägiger Belagerung im niederösterreichischen Bezirk Melk fanden die Einsatzkräfte eine verkohlte Leiche. Es spreche einiges dafür, dass es sich um den Gesuchten Mittfünfziger handle, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Jäger und mutmaßliche Wilderer Alois H. hatte drei Polizisten und den Fahrer eines Rettungswagens erschossen, um seiner Festnahme zu entgehen. Der schwer Bewaffnete verschanzte sich nach seiner Tat auf einem Bauernhof bei Melk. Hunderte Einsatzkräfte umstellten das Haus und stürmten es schließlich mit der Hilfe von Panzern.

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Titelverteidiger Bayern München ist mit einem souveränen Heimsieg in die neue Champions-League-Saison gestartet. Gegen ZSKA Moskau kam der deutsche Rekordmeister zu einem lockeren 3:0-Erfolg. Nach dem Sieg gegen den russischen Meister kann der Triplesieger am 2. Oktober beim ebenfalls erfolgreichen Topteam von Manchester City einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen. Dagegen kehrte Bayer Leverkusen mit einer Niederlage in die Champions League zurück. Die Werkself verlor beim englischen Rekordmeister Manchester United mit 2:4.

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