18 Monate Haft für russische Agentin | Aktuell Welt | DW | 26.04.2019
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Geheimdienste

18 Monate Haft für russische Agentin

Maria Butina hatte sich vor Gericht schuldig bekannt, als Agentin ihres Heimatlandes in den USA konservative Zirkel ausgespäht zu haben. In den Spionage-Fall hatte sich auch Sonderermittler Mueller eingeschaltet.

Butina hatte enge Kontakte zur US-Waffenlobby NRA geknüpft und auch in Kreisen der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump verkehrt. Nach Überzeugung der Ermittler wollte die Russin die US-Außenpolitik beeinflussen.

Mueller wurde auch bei ihr nicht fündig

Die 30-Jährige wurde auch von Sonderermittler Robert Mueller verhört, der die mutmaßlichen russischen Einmischungen in die US-Präsidentenwahl 2016 untersuchte. Mueller fand aber keine Belege für illegale Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau. Die Russin befindet sich bereits seit Juli vergangenen Jahres in Haft. Sie kooperierte zuletzt mit der Staatsanwaltschaft. Das jetzt von einem Gericht in Washington verhängte Strafmaß gegen sie entsprach der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Butina war mit einem Studentenvisum in die USA gekommen und hatte in Washington gelebt. Die US-Bundespolizei FBI hielt das Studium für eine Tarnung der Agententätigkeit. Nach ihrer Festnahme war gegen Butina Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr verhängt worden. Nach dem Absitzen ihrer restlichen Haftstrafe soll Butina nach Russland abgeschoben werden. Die Regierung in Moskau hat ihre Freilassung gefordert.

haz/uh (dpa, afp, rtr)

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