17.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.12.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

17.12.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:42

Nachrichten von Dienstag, 17.12.2019 – langsam gesprochen als MP3

Weltweit weniger getötete Journalisten

Im Jahr 2019 ist die Zahl der weltweit getöteten Journalisten deutlich zurückgegangen. Das ergibt der jährliche Bericht zur Pressefreiheit der Organisation "Reporter ohne Grenzen". Wurden 2018 noch 87 Medienschaffende getötet, waren es in diesem Jahr nur noch 49. Gründe dafür sind, dass insgesamt weniger Kriegsreporter im Einsatz sind und Journalisten aus Krisenregionen besser geschult sind. Allerdings zeigt die Zahl auch, dass einige Journalisten in Krisenländern ihren Beruf aus Sicherheitsgründen aufgeben mussten. Weltweit sitzen außerdem 389 Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis.

 

Deutschland sucht Fachkräfte außerhalb der EU

Die Bundesregierung will verstärkt Fachkräfte außerhalb der EU anlocken. Dafür unterzeichnete sie gemeinsam mit der Wirtschaft eine Absichtserklärung, um Deutschland attraktiver für Fachkräfte aus aller Welt zu machen. Pilotprojekte werde es etwa in Brasilien, Indien und Vietnam geben. Schätzungen zufolge fehlen in Deutschland 300.000 bis 400.000 Fachkräfte. Im März tritt das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz in Kraft, mit dem Fachkräfte von außerhalb der EU einen besseren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen sollen. Kanzlerin Angela Merkel sagte, der Wettbewerb um diese Talente sei groß.

 

Zahl der illegalen Einreisen aus der Türkei steigt

Die Zahl der illegalen Einreisen aus der Türkei in die Europäische Union ist in diesem Jahr um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das geht aus einem Dokument der EU-Kommission hervor, wie die "Welt" berichtet. Die meisten illegalen Einreisen erfolgten nach Griechenland. Die größte Gruppe sind Flüchtlinge aus Afghanistan. Die Türkei hat sich in einem Abkommen mit der EU 2016 verpflichtet, die Grenzen des Landes so zu sichern, dass möglichst keine Migranten mehr illegal in die EU kommen können. Im Gegenzug erhält die Türkei sechs Milliarden Euro zur Versorgung der Flüchtlinge.

 

Boeing stoppt 737-Max-Produktion

Der Flugzeugbauer Boeing hat die Produktion des Jets 737 Max angesichts der hohen Ungewissheit um eine Wiederzulassung vorübergehend ausgesetzt. Der Grund seien hohe Kosten und logistische Probleme, so der US-Konzern. Laut Boeing müssen derzeit rund 400 Flugzeuge zwischengelagert werden, was zu Platzmangel führt. Der Flugzeugtyp ist mit Startverboten belegt. Grund sind zwei Abstürze mit insgesamt 346 Toten. Boeing steht im Verdacht, die Jets überstürzt auf den Markt gebracht und dabei die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Boeing weist dies zurück.

 

Abgeordneten in Venezuela Immunität entzogen

In Venezuela hat die regierungstreue Verfassunggebende Versammlung vier Abgeordneten der Opposition die Immunität entzogen. Ihnen kann damit nun vom Obersten Gericht der Prozess unter anderem wegen Landesverrats, Verschwörung und Aufrufs zur Rebellion gemacht werden. Die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung bezeichnete die Entscheidung als "illegal". Bereits vor zwei Tagen hatte die venezolanische Regierung öffentlich die Anschuldigung erhoben, zwei andere Parlamentarier hätten einen Putsch gegen Staatschef Nicolás Maduro geplant.

 

Streiks in Frankreich gehen weiter

In Frankreich haben die Gewerkschaften erneut zu landesweiten Streiks und Protesten gegen die Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron aufgerufen. Zug- und Flugreisende müssen mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Es ist der 13. Protesttag in Folge. Nach Angaben der Bahngesellschaft SNCF ist der Zugverkehr erneut massiv gestört. 75 Prozent der Verbindungen sind betroffen. Auch Flüge fallen aus, da das Bodenpersonal die Arbeit niederlegen will. Die Regierung hat bereits Abstriche an der Rentenreform gemacht, die Streikenden fordern aber deren komplette Streichung.

 

Ex-Polizist nach Argentinien ausgeliefert

Frankreich hat einen früheren argentinischen Polizeioffizier wegen des Vorwurfs schwerer Menschenrechtsverletzungen an Argentinien ausgeliefert. Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, an der Verschleppung eines Studenten während der Militärjunta in den Jahren 1976 bis 1983 beteiligt gewesen zu sein. Der Polizist soll an rund 500 Fällen von Folter und Ermordung beteiligt gewesen sein. Er hatte sich 1985 nach Frankreich abgesetzt. 1997 erhielt er die französische Staatsangehörigkeit.

 

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