17.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.11.2017
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Langsam gesprochene Nachrichten

17.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 17. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

Jamaika-Sondierungen gehen in die Verlängerung:

In Berlin haben auch die nächtlichen Gespräche über eine mögliche Jamaika-Koalition keinen Durchbruch gebracht. Die Spitzenpolitiker von CDU/CSU, FDP und Grünen wollen die Sondierungen am Mittag fortsetzen. Nach rund 15 Stunden standen die Unterredungen nach Angaben von Teilnehmern zeitweise auf der Kippe. Unions-Fraktionschef Volker Kauder kündigte an, man gehe davon aus, dass das ganze Wochenende weiter verhandelt werde. Streitpunkt ist vor allem die Flüchtlingspolitik, wo die Grünen auf eine Regelung zum Familiennachzug von Migranten beharren. Auch in der Finanz- sowie in der Klima- und Energiepolitik wurde zuletzt intensiv gerungen. Spitzenvertreter der beteiligten Parteien formulierten am Morgen dennoch die Hoffnung, dass die Gespräche noch zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden könnten. Im Anschluss an die Sondierungen stehen noch formelle Koalitionsverhandlungen. Davor benötigt die Grünen-Spitze die Zustimmung eines Parteitags am 25. November.

 

6900 Jobs bei Siemens fallen weg - drei Standorte vor dem Aus:

Der Münchner Elektrokonzern Siemens will in den nächsten Jahren weltweit knapp 6900 Arbeitsplätze streichen, davon die Hälfte in Deutschland. Grund seien die Probleme in der Kraftwerks- und in der Antriebssparte, teilte der Konzern mit. Dabei könnte es zum ersten Mal seit zehn Jahren zu Entlassungen bei Siemens auf dem Heimatmarkt kommen - etwa an den Standorten Görlitz, Leipzig und Erfurt. Der Großteil - 6100 Stellen - soll in der Kraftwerkssparte gestrichen werden, die unter der Energiewende leidet, der Rest in der Antriebssparte, die etwa Elektromotoren und sonstige Ausrüstungen für den Bergbau sowie die Öl- und Gasindustrie herstellt. Die Gewerkschaft IG Metall will das verhindern. Die geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries appelliert an Siemens, beim Stellenabbau fair mit den Mitarbeitern umzugehen. Vor allem Standorte in strukturschwachen Regionen müssten erhalten bleiben oder andere Arbeitsplätze geschaffen werden.

 

USA warnen Bürger vor Reisen nach Europa:

Wegen einer erhöhten Terrorgefahr haben die USA ihre Bürger vor Reisen nach Europa gewarnt. "Das Außenministerium ist weiterhin besorgt hinsichtlich möglicher künftiger Terrorattacken", hieß es in einer in Washington veröffentlichten Mitteilung. US-Bürger sollten grundsätzlich wachsam sein, besonders bei Festen an Weihnachten und Silvester. "Terrorsympathisanten" oder "sich selbst radikalisierende Extremisten" könnten ohne Vorwarnung zuschlagen, wie etwa im vergangenen Jahr auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz oder bei dem Angriff in der Neujahrsnacht auf den Istanbuler Nachtclub "Reina". Die jüngsten Anschläge in Großbritannien, Finnland, Frankreich, Russland, Spanien und Schweden zeigten, dass die Islamisten sowohl von Al-Kaida als auch des "Islamischen Staates" (IS) weiterhin aktiv und in der Lage seien, Angriffe auf Zivilisten zu verüben, hieß es in Washington.

 

Simbabwes Präsident Mugabe lehnt Rücktritt ab:

Nach der mutmaßlichen Machtübernahme durch das Militär im südafrikanischen Simbabwe schließt der langjährige Präsident Robert Mugabe einen Rücktritt aus. Das verlautete aus Armeekreisen nach einem Treffen Mugabes mit Generälen in der Hauptstadt Harare. Der 93-Jährige war am Mittwoch unter Hausarrest gestellt worden, nachdem das Militär strategische Orte in der Hauptstadt blockiert und das Staatsfernsehen unter seine Kontrolle gebracht hatte. Ex-Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, ein langjähriger Gegner Mugabes, forderte den Staatschef zum Rücktritt auf. Mugabe müsse "im Interesse des Volkes" zurücktreten, sagte er. Der Machtkampf um die Nachfolge von Mugabe hatte sich zuletzt zugespitzt, nachdem der Präsident seinen Stellvertreter Emmerson Mnangagwa entlassen hatte. Mnangagwa unterhält enge Verbindungen zum Militär und war als Nachfolger im Präsidentenamt gehandelt worden.

 

Leck in Pipeline: Rund 795.000 Liter Öl ausgetreten:

Ein riesiges Leck in der Keystone Pipeline hat im US-Bundesstaat South Dakota für eine Umweltkatastrophe gesorgt. Wie die Betreiberfirma TransCanada mitteilte, seien rund 795.000 Liter Öl ausgetreten. Nachdem ein Druckabfall in der Pipeline bemerkt worden war, sei sie abgeschaltet und der betroffene Abschnitt innerhalb von 15 Minuten isoliert worden. Derzeit sei ein Krisenteam vor Ort, um die Lage zu beurteilen, hieß es in der Stellungnahme weiter. Was das Leck verursachte, ist bisher nicht geklärt. Ein Mitarbeiter des Umweltministerium des Bundesstaates sagte dem Sender NBC, es sehe so aus, als sei das Öl auf eine landwirtschaftliche Fläche geflossen und habe keine Gewässer erreicht. 

 

Mafia-Boss "La Belva" stirbt im Alter von 87 Jahren in Parma:

In Italien ist mit Toto Riina einer der gefürchtetsten Bosse der sizilianischen Mafia tot. Der 87-Jährige starb im Häftlingstrakt eines Krankenhauses in Parma, wie italienische Zeitungen und die Nachrichtenagentur ANSA berichten. Riina wurde für mehr als 150 Auftragsmorde verantwortlich gemacht und 26 Mal zu lebenslanger Haft verurteilt. Seiner Frau und seinen drei jüngeren Kindern war am Donnerstag noch erlaubt worden, den Greis zu besuchen. Normalerweise waren Besuche bei dem Mann, den man in Italien "La Belva" - also "die Raubkatze" - nannte, streng untersagt. Auch sein ältester Sohn sitzt wegen vierfachen Mordes im Gefängnis.

 

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