17.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.09.2013
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Nachrichten

17.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die havarierte "Costa Concordia" ist wieder aufgerichtet. Die schwierige Bergungsaktion des Kreuzfahrtschiffes sei abgeschlossen, teilte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli in Giglio mit. Die Aufrichtung des Riesenschiffes hatte 19 Stunden gedauert. Die wohl einzigartige Aktion barg das Risiko, dass die "Costa Concordia" auseinanderbrechen könnte. Der vor rund 20 Monaten gekenterte Kreuzfahrtriese musste aus seiner eingekeilten Lage zwischen zwei Felsen befreit und um insgesamt 65 Grad gedreht werden. Provisorisch schwimmfähig gemacht, soll das Schiff im ersten Halbjahr 2014 abtransportiert und verschrottet werden. Die "Costa Concordia" war im Januar 2012 vor der Insel auf einen Felsen gefahren und gekentert, 32 Menschen starben bei dem Unglück.

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Ein 34-jähriger Reservist der US-Marine soll auf einer Militärbasis in Washington mindestens zwölf Menschen erschossen haben. Auch der mutmaßliche Täter wurde später erschossen aufgefunden. Sein Motiv ist noch rätselhaft. Marinestaatssekretär Ray Mabus sagte, der Mann habe in der Vergangenheit als privater Auftragnehmer für die Marine gearbeitet. US-Medienberichten zufolge soll er sich mit dem Ausweis eines Ex-Mitarbeiters Zugang zu dem schwer bewachten Gebäude 197 verschafft haben. Er habe ein Sturmgewehr und andere Waffen bei sich gehabt und wild um sich geschossen. Auch Stunden nach dem Blutbad suchen Polizei und FBI mit Hochdruck einen weiteren Mann in Militäruniform, der im Verdacht steht, ein Komplize des Todesschützen gewesen zu sein.

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Der UN-Inspektionsbericht zum Chemiewaffen-Einsatz in Syrien hat die USA in ihrer Überzeugung bestätigt, dass der Angriff auf das Konto des Assad-Regimes ging. Es sei zwar nicht Aufgabe der Inspekteure gewesen, die Verantwortlichen zu identifizieren, sagte die nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice. Aber nur das Regime habe die Fähigkeiten besessen, einen derartigen Angriff auszuführen. Diese Ansicht teilen auch die Verbündeten der USA. Russland und China warnen dagegen vor falschen Rückschlüssen. Bei dem Giftgasangriff vor vier Wochen sollen mehr als 1400 Menschen ums Leben gekommen sei. Syriens Regierung und die Rebellen beschuldigen sich gegenseitig, die weltweit geächteten Waffen einzusetzen.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die deutsche Rolle in der internationalen Gemeinschaft gewürdigt. Vor und nach der Wiedervereinigung sei Deutschland einer der "aktivsten Unterstützer" der Vereinten Nationen gewesen, sagte Ban bei einem Festakt in New York. Vor genau 40 Jahren waren die Bundesrepublik und die DDR in die Vereinten Nationen aufgenommen worden. Heute ist das vereinigte Deutschland der drittgrößte Geberstaat für das UN-Budget. Ban fügte hinzu, dass er auf "Rat und Handeln" einer Vielzahl ranghoher deutscher Vertreter vertraue.

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Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet damit, dass sein Land binnen sechs Jahren aus der Krise kommen kann. "Wir sind aus den Schwierigkeiten noch nicht heraus, es gibt noch Probleme zu lösen", sagte der konservative Regierungschef in Athen. "Den meisten Experten zufolge" werde es aber "weder Jahrzehnte noch mehrere Generationen, sondern nur sechs Jahre dauern", bis das Land wieder die Wirtschaftskraft und den Lebensstandard erreiche, wie dies vor der Finanzkrise gegeben war. Griechenland steckt seit dem Jahr 2008 in der Rezession. Mit Milliardenkrediten der EU und des Internationalen Währungsfonds wurde das Land vor dem Staatsbankrott bewahrt. Im Gegenzug ist die Regierung in Athen zu massiven Einsparungen im Staatshaushalt verpflichtet, wogegen es in der Bevölkerung großen Widerstand gibt.

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