17.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.06.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

17.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:59

Nachrichten von Montag, 17.06.2019 – langsam gesprochen als MP3

Demokratie-Aktivist Joshua Wong in Hongkong freigelassen

In Hongkong ist der Demokratie-Aktivist Joshua Wong aus der Haft entlassen worden. Der Anführer der "Regenschirm"-Bewegung war wegen seiner Rolle bei den Protesten 2014 zu zwei Monaten Haft verurteilt worden. Wegen guter Führung kam er bereits nach einem Monat auf freien Fuß. Der 22-Jährige forderte nach seiner Freilassung einen Rücktritt der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam, die durch die Proteste gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz unter Druck geraten ist. Am Sonntag hatten mehr als eine Million Menschen gegen das Gesetz demonstriert, das Auslieferungen nach China ermöglichen soll.

 

SIPRI: "Atomwaffen werden wichtiger"

Die Atommächte des Planeten investieren wieder mehr in ihre nuklearen Waffenarsenale. Zwar ging die Zahl der Atomsprengköpfe im vergangenen Jahr weltweit um vier Prozent zurück, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI berichtet. Dafür verstärkten die Staaten aber ihre Anstrengungen, um die Arsenale zu modernisieren. Unter der US-Regierung von Präsident Donald Trump sei dies Teil einer umfassenden Strategie. Auch in Russland gebe es einen ähnlichen Trend, teilte SIPRI mit. Washington und Moskau verfügen demnach zusammengerechnet über 90 Prozent aller Atomsprengköpfe auf der Welt.

 

AfD unterliegt bei OB-Wahl in Görlitz

Der CDU-Politiker Octavian Ursu wird neuer Oberbürgermeister im sächsischen Görlitz. In der Stichwahl am Sonntag setzte er sich gegen den AfD-Kandidaten Sebastian Wippel mit rund 55 Prozent durch. Bei einem Sieg Wippels hätte die AfD erstmals den Oberbürgermeister einer deutschen Stadt gestellt. Der Polizeikommissar Wippel, ein gebürtiger Görlitzer, hatte beim ersten Wahlgang Ende Mai gut 36 Prozent der Stimmen geholt. Der Musiker Ursu, der in Bukarest geboren wurde und 1990 nach Deutschland übersiedelte, kam damals auf rund 30 Prozent.

 

Argentinien und Uruguay haben wieder Strom

Nach dem massiven Stromausfall in Argentinien und Uruguay ist die Energieversorgung wieder hergestellt. Dies teilte der Energieversorger Edesur mit. Am Sonntagmorgen war in ganz Argentinien und Uruguay der Strom ausgefallen, auch Teile Paraguays waren betroffen. Der Blackout dauerte bis zum Abend an, die Ursache ist noch unklar. Der argentinische Präsident Mauricio Macri bezeichnete den Ausfall als beispiellos. Er werde gründlich untersucht werden.

 

TV-Duell vor Bürgermeisterwahl in Istanbul

Die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Istanbul am kommenden Sonntag haben sich ein dreistündiges TV-Duell geliefert. Wichtigstes Thema war die Annullierung der voraufgegangenen Abstimmung im März durch die Wahlkommission. Der Bewerber der türkischen Regierungspartei AKP, Binali Yildirim, der damals unterlegen war, erneuerte den Vorwurf, die Wahl sei "gestohlen" worden. Sein Konkurrent Ekrem Imamoglu von der größten Oppositionspartei CHP bezeichnete dagegen die Annullierung als Rechtsbruch. Vor der Wahlwiederholung liegt Imamoglu laut Umfragen wieder in Führung.

 

Sozialdemokratin Torres führt bei Präsidentenwahl in Guatemala

Die Präsidentenwahl in Guatemala wird wohl erst in einer zweiten Abstimmungsrunde entschieden. Die sozialdemokratische frühere First Lady Sandra Torres führte nach Auszählung von rund einem Viertel der Stimmen zwar deutlich mit gut 24 Prozent vor den übrigen Kandidaten, lag damit aber weit entfernt von einer absoluten Mehrheit. Erreicht keiner der Kandidaten diese Marke, folgt eine Stichwahl am 11. August. Hinter Torres lagen der konservative Bewerber Alejandro Giammattei mit gut 15 und der ehemalige UN-Funktionär Edmond Mulet mit knapp 13 Prozent.

 

Israel widmet Trump neue Golan-Siedlung

Israels Regierung hat eine neue Siedlung auf den annektierten Golanhöhen nach US-Präsident Donald Trump benannt. Das Kabinett des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu versammelte sich zu einer feierlichen Sitzung auf dem Hochplateau. Die neue Siedlung soll "Ramat Trump" heißen - auf Deutsch: Trump-Höhen. Trump hatte die Golanhöhen Ende März formell als Staatsgebiet Israels anerkannt und damit eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik vollzogen. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.

 

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