17.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 17.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

17.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 17. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

FBI-Vizedirektor kurz vor Pensionierung gefeuert:

US-Justizminister Jeff Sessions hat den früheren Vizedirektor des FBI, Andrew McCabe, zwei Tage vor dessen Pensionierung gefeuert. Er soll einem Reporter interne Informationen verraten und später bei Befragung darüber falsche Angaben gemacht haben, heißt es in Berichten amerikanischer Medien. Der frühere FBI-Direktor stand unter anderem während der Untersuchungen rund um die E-Mail-Affäre von Ex-Außenministerin Hillary Clinton im Rampenlicht. McCabe war Anfang des Jahres als Vizedirektor des FBI zurückgetreten und seitdem einfacher Agent der Bundespolizei. Er sollte an diesem Sonntag zu seinem 50. Geburtstag in Rente gehen. Durch seine vorzeitige Entlassung kommt er nicht in den Genuss aller Rentenansprüche.

 

Chinas Präsident Xi kann zweite Amtszeit beginnen:

Chinas Volkskongress hat Staatspräsident Xi Jinping im Amt bestätigt. Damit beginnt für Xi die zweite Amtsperiode. Der nicht frei gewählte Volkskongress hatte durch die jüngste Verfassungsänderung die Begrenzung der Amtszeit für den Staatschef aufgehoben. Das Votum galt daher als reine Formsache. Der Volkskongress hatte zudem in seiner Geschichte noch nie eine Vorlage der kommunistischen Führung abgelehnt. Wie ebenfalls erwartet worden war, wurde Xi Jinpings rechte Hand Wang Qishan als neuer Vizepräsident bestimmt. Beobachter gehen davon aus, dass sich der erfahrene Amerika-Kenner angesichts der unberechenbaren Politik von US-Präsident Donald Trump besonders um die Beziehungen zu den USA kümmern soll.

 

Aktivisten: Tote nach türkischem Luftangriff auf Klinik in Afrin:

Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte und des kurdischen Roten Halbmonds das letzte noch funktionierende Krankenhaus in der nordsyrischen Stadt Afrin beschossen und dabei 16 Zivilisten getötet. Die türkische Armee hatte Ende Januar einen Militäreinsatz gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG in Nordsyrien gestartet. Die Kurdenstadt Afrin ist mittlerweile fast vollständig eingekreist. Laut der oppositionsnahen Beobachtungstelle, deren Angaben für Medien kaum überprüfbar sind, flohen am Freitag mindestens 15.000 Menschen vor den Truppen. Zudem seien allein am Freitag weit mehr als 100 Zivilisten in Syrien getötet worden, heißt es weiter. In Ost-Ghuta, nahe der Hauptstadt Damaskus, setzten die syrische Regierung und Russland demnach ihre Angriffe fort. Die russische Armee sprach von mehr als 4000 Menschen, die aus den von Rebellen gehaltenen Teilen Ost-Ghutas in Gebiete unter syrischer Regierungshoheit geflohen seien.

 

Merkel und Macron wollen EU-Reformplan vorlegen:

Deutschland und Frankreich wollen bis Mitte des Jahres gemeinsame Vorschläge für eine Neuaufstellung der Europäischen Union machen. Dies teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit. Merkel war zu ihrem Antrittsbesuch nach Paris gereist. Bei den Vorschlägen soll es vor allem um eine Reform der Eurozone und um die Asylpolitik der EU-Länder gehen. Sie sollen auf dem EU-Gipfel Mitte des Jahres eingebracht werden. Macron hat bereits vor sechs Monaten Ideen für eine Neuaufstellung der EU und der Währungsunion vorgelegt. Er fordert etwa einen gemeinsamen Haushalt für die Eurostaaten sowie einen EU-Finanzminister. Dies wird in Teilen von Merkels CDU kritisch gesehen.

 

Tod von Kreml-Kritiker Gluschkow war Mord:

Die britische Polizei hat Mordermittlungen im Fall des russischen Kreml-Kritikers und Geschäftsmanns Nikolai Gluschkow aufgenommen. An seinem Hals seien Gewaltspuren gefunden worden, teilte Scotland Yard in London mit. Der 68-Jährige war am vergangenen Montag tot in seinem Haus im Südwesten der britischen Hauptstadt gefunden worden. Gluschkow war 2004 in Russland zu drei Jahren und drei Monaten Haft wegen Betrug und Geldwäsche verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl. Der Geschäftsmann war eng mit dem Oligarchen und Putin-Kritiker Boris Beresowski befreundet gewesen, der 2013 in der Nähe von London erhängt in seinem Badezimmer gefunden worden war. Ob damals Fremdverschulden oder ein Selbstmord vorlag, konnte nicht geklärt werden. Zu dem Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia sieht die britische Polizei im Fall Gluschkow derzeit keine Verbindung.

 

Videobeweis kommt bei WM 2018 zum Einsatz:

Der seit dieser Saison in der Bundesliga erprobte Videobeweis kommt auch bei der Fußball-WM in Russland zum Einsatz. Das beschloss das Council des Weltverbandes FIFA. Dies sei eine historische Entscheidung, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Bei der WM könne man es sich nicht leisten, dass ein potenzieller Schiedsrichter-Fehler gravierende Folgen habe, erklärte Infantino. Der Schweizer ist einer der größten Befürworter der Technik, die in der Bundesliga-Hinrunde zunächst zu Problemen und Missverständnissen geführt hatte. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, forderte, die Schiedsrichter-Teams der WM nun so zu schulen, dass eine klare Kommunikation und eine reibungslose Umsetzung gewährleistet seien. Die Fußball-WM findet vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland statt.

 

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