17 kirgisische Wanderarbeiterinnen verbrannt | Aktuell Europa | DW | 27.08.2016
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Europa

17 kirgisische Wanderarbeiterinnen verbrannt

Großalarm in der russischen Hauptstadt. Bei einem Feuer in einem Moskauer Industriegebiet sterben zahlreiche Frauen. Steckt Brandstiftung dahinter?

Bei einem Brand in einem Lagerhaus in Moskau sind mindestens 17 Frauen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelt es sich um Arbeiterinnen aus Kirgisistan. Das Feuer in dem mehrstöckigen Gebäude sei am frühen Morgen in einem Industriegebiet im Norden der russischen Hauptstadt ausgebrochen, meldete die Nachrichtenagentur Tass.

Tote hinter einer Wand

Nachdem die Einsatzkräfte das Feuer gelöscht hätten, sei ein von den Flammen abgeschnittener Raum entdeckt worden. "Feuerwehrleute rissen die Wand ein und fanden 17 Tote in einer Umkleide", hieß es in der Meldung. Zwölf Menschen hätten gerettet werden können.

In Moskau verdienen Hunderttausende Arbeitsmigranten aus Zentralasien, dem Kaukasus, aber auch aus der Ukraine und Weißrussland den Lebensunterhalt für ihre Familien in der Heimat. Sie leben oft unter dürftigen Verhältnissen. Die bei dem Feuer ums Leben gekommenen Kirgisinnen seien legal in Moskau gewesen, sagte ein Sprecher der Innenbehörde.

Das Lagerhaus habe einer russischen Druckerei gehört. Moskaus Feuerwehr setzte 140 Mann ein, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Behörden spekulieren über einen Kurzschluss oder den fahrlässigen Umgang mit Feuer. Es wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

sti/ml/cgn (afp, dpa)