16.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 16.10.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

16.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:26

Nachrichten von Dienstag, 16.10.2018 – langsam gesprochen als MP3

Türkische und saudische Ermittler schließen Untersuchung des Konsulats ab

Türkische und saudische Ermittler haben die Durchsuchung des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul abgeschlossen. Ziel war es, den Verbleib des seit zwei Wochen verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi aufzuklären. Die Ermittler hätten das Gebäude nach neun Stunden wieder verlassen, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. Demnach haben die Ermittler auch Proben aus dem Garten genommen. Medien berichteten zudem, dass Saudi-Arabien bald eine Erklärung zum Schicksal Khashoggis abgeben wolle. Laut einem Bericht soll sein Verhör schiefgegangen sein. Der Plan sei gewesen, ihn zu entführen, aber nicht zu töten.

 

WHO beruft wegen Ebola-Fällen Krisenausschuss ein

Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo einen Krisenausschuss einberufen. Die Experten sollen entscheiden, ob wegen der wachsenden Zahl von Fällen die Weltgesundheit bedroht ist, so die WHO. Es besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit auf Uganda und Ruanda ausweitet. Der Ausschuss könnte Empfehlungen geben, wie die Verbreitung von Ebola eingedämmt werden könnte. Seit Juli gab es rund 200 Verdachtsfälle, 130 Menschen starben. Bei einem Ebola-Ausbruch in einigen westafrikanischen Ländern kamen zwischen 2013 und 2016 mindestens 11.300 Menschen ums Leben.

 

Australiens Premierminister erwägt, Botschaft nach Jerusalem zu verlegen

Der australische Premierminister Scott Morrison zeigt sich offen dafür, die Botschaft seines Landes in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das bedeute jedoch keine Abkehr von der Zwei-Staaten-Lösung. Die Opposition bezichtigte Morrison eines Wahlkampfmanövers: Am Wochenende steht eine Nachwahl in einem Bezirk mit vielen jüdischen Einwohnern an. Morrison braucht den Sieg des konservativen Kandidaten, um die Regierungsmehrheit zu behalten. Australien wäre das erste westliche Land, das US-Präsident Donald Trump in seiner kontroversen Jerusalem-Entscheidung nachfolgen würde.

 

Boko Haram töten weitere Mitarbeiterin des Roten Kreuzes

Radikalislamische Geiselnehmer haben in Nigeria die zweite von drei entführten Rote-Kreuz-Mitarbeiterinnen ermordet. Der nigerianische Informationsminister Lai Mohammed sagte, die Regierung sei schockiert, dass die Frau getötet worden sei. Eine Splittergruppe der Terrororganisation Boko Haram hatte Anfang März drei Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen entführt. Eine von ihnen war bereits im September hingerichtet worden. Das Schicksal der dritten Mitarbeiterin und das eines christlichen Schulmädchens, das im Februar entführt worden war, ist ungewiss.

 

Italienisches Kabinett billigt Haushaltsentwurf

Die italienische Regierung hat einen Haushaltsentwurf für 2019 verabschiedet, der eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vorsieht. Der Entwurf wird nun von der EU-Kommission geprüft, die bei allen 18 Euroländern kontrolliert, ob diese sich an Stabilitätskriterien halten. Ausländische Politiker und Analysten kritisieren die Pläne der populistischen italienischen Regierung, weil das Land bereits jetzt die zweithöchste Schuldenquote der Eurozone aufweist. Italiens Schuldenberg summiert sich auf 2,3 Billionen Euro, das sind 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

 

Bundeswehr hat 200 Rechtsextreme entlassen

Die Bundeswehr hat einem Zeitungsbericht zufolge seit 2008 fast 200 Rechtsextremisten entlassen. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtet, stammten 170 der 199 Soldaten mit bestätigtem Rechtsextremismusverdacht noch aus Zeiten der Wehrpflicht-Armee. Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Bei fünf Rechtsextremisten steht die Entlassung demnach noch aus, weil gerichtliche oder truppendienstliche Verfahren gegen sie laufen.

 

Microsoft-Mitgründer Paul Allen gestorben

Der Mitbegründer des US-Softwarekonzerns Microsoft, Paul Allen, ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb er am Montag im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung. Allen hatte den Softwarekonzern gemeinsam mit seinem Kindheitsfreund Bill Gates 1975 gegründet. Er war maßgeblich am Erfolg des Unternehmens beteiligt, indem er den Computerriesen IBM dazu brachte, das Betriebssystem MS-DOS zu nutzen. Nach acht Jahren verließ er Microsoft, als erstmals Krebs bei ihm diagnostiziert wurde. Allen war als Philantrop bekannt und besaß mehrere erfolgreiche Sportteams.

 

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