15.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 15.10.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

15.10.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 15.10.2019 – langsam gesprochen als MP3

Trump kündigt Sanktionen gegen Türkei an

Nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump Strafzölle von 50 Prozent auf Stahlimporte aus der Türkei angekündigt. Zudem werde die US-Regierung "umgehend" Verhandlungen über ein Handelsabkommen abbrechen, hieß es in einer Mitteilung. Das US-Finanzministerium setzte Verteidigungsminister Akar, Innenminister Soylu und Energieminister Dönmez auf eine schwarze Liste. Zuvor hatten die USA die Türkei mehrfach zum Abbruch der Militäroffensive aufgefordert. Trump hatte allerdings mit dem Abzug von US-Truppen aus der Region den Weg dafür erst frei gemacht.

 

Polizei geht von 43 rechtsextremistischen Gefährdern in Deutschland aus

Der Rechtsextremismus wird nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zunehmend zu einer Gefahr für die Demokratie in Deutschland. Die Polizei stufe aktuell 43 Rechtsextremisten als Gefährder ein, denen ein Anschlag zuzutrauen ist, erklärte das Bundeskriminalamt knapp eine Woche nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle mit zwei Toten. Die Lage sei ernst, warnte BKA-Chef Holger Münch. Neben Ausländern und Juden gerieten zunehmend auch Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens ins Visier der Rechtsextremisten.

 

Ecuadors Präsident Moreno nimmt umstrittenes Gesetz zurück

Nach tagelangen, teils gewaltsamen Protesten hat Ecuadors Präsident Lenin Moreno ein Gesetz zur Kürzung von Treibstoffsubventionen offiziell zurückgenommen. Darauf hatte er sich zuvor mit Vertretern der Demonstranten geeinigt. Die Regierung hob zudem den nationalen Ausnahmezustand auf. Durch das Kürzen der Subventionen hatte die Regierung das Haushaltsdefizit verringern wollen. Dazu hatte sich Moreno gegenüber dem Internationalen Währungsfonds IWF verpflichtet. Jetzt sollen neue Maßnahmen ausgearbeitet werden, die dem Staat Geld einsparen, ohne die ärmeren Bevölkerungsschichten zu belasten.

 

Zahl der Toten in Japan steigt nach Taifun auf über 60

Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Taifun in Japan ist auf 66 gestiegen. Das berichtet der japanische Fernsehsender NHK. Weitere 15 Menschen werden demnach weiter vermisst. Der außergewöhnlich starke Wirbelsturm "Hagibis" war am Wochenende über weite Teile des Landes hinweggefegt und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten Wohngebiete. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano und anderen Regionen des Landes gingen vielerorts Erdrutsche und Schlammlawinen nieder. Hunderte von Häusern wurden zum Teil vollkommen zerstört.

 

Italien lässt 176 Flüchtlinge von Ocean Viking an Land

Italien hat der Hilfsorganisation SOS Méditerranée erlaubt, die 176 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking" an Land zu bringen. Das teilte die Organisation auf Twitter mit. Als Anlaufhafen sei dem Schiff Taranto in Süditalien zugewiesen worden. Die Organisation sei "erleichtert, dass die 176 Überlebenden ohne unnötige Verzögerung in Sicherheit gelangen werden". Das zivile Rettungsschiff hatte die Migranten am Wochenende auf dem Mittelmeer vor der Küste Libyens gerettet und danach auf eine Möglichkeit gewartet, die Menschen in Europa an Land zu bringen.

 

Booker-Literaturpreis geht an Autorinnen Evaristo und Atwood

Der britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr ausnahmsweise gleich an zwei Autorinnen. Ausgezeichnet wurden die Britin Bernardine Evaristo und die Kanadierin Margaret Atwood. Evaristo erhielt den Preis für ihr Buch "Girl, Woman, Other", das die Lebensgeschichten meist dunkelhäutiger britischer Frauen miteinander verwebt. Margaret Atwood wurde für den Roman "The Testaments" ausgezeichnet, dessen Handlung sich in naher Zukunft in einem diktatorisch regierten Nordamerika abspielt. Es ist die Fortsetzung von "The Handmaid's Tale", das auch als Serie erfolgreich verfilmt wurde.

 

Jedes dritte Kleinkind weltweit leidet unter schlechter Ernährung

Laut einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks UNICEF sind weltweit rund 540 Millionen Kinder unter fünf Jahren entweder unterernährt, fehlernährt oder zu dick. UNICEF-Chefin Henrietta Fore sagte, trotz allen Fortschritts der vergangenen Jahrzehnte habe man etwas Grundsätzliches aus den Augen verloren. Wenn Kinder schlecht äßen, lebten sie schlecht. UNICEF zufolge sind weltweit 149 Millionen Kleinkinder wegen Mangelernährung unterentwickelt, 340 Millionen Kinder bekommen nicht ausreichend Vitamine oder Nährstoffe und 50 Millionen Kinder sind übergewichtig.

 

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