15.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 15.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

15.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Donnerstag, 15. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

USA machen Russland für Giftanschlag auf Ex-Spion in England verantwortlich:

Die USA haben Russland für das Gift-Attentat auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal in England verantwortlich gemacht. Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, rief den UN-Sicherheitsrat bei einer kurzfristig einberufenen Dringlichkeitssitzung auf, "umgehend konkrete Maßnahmen" in dem Fall zu ergreifen. Der russische UN-Vertreter Wassili Nebensia wies jede Verwicklung seines Landes in den Vorfall zurück. Der britischen Premierministerin Theresa May warf er vor, eine "hysterische Atmosphäre" zu erzeugen. London hatte nach dem Giftanschlag harte Sanktionen gegen Moskau verhängt. May kündigte die Ausweisung von 23 Diplomaten des Landes an. Zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sollen weder Regierungsmitglieder noch Vertreter des Königshauses anreisen. Skripal und seine Tochter waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank gefunden worden. Sie kamen offenbar mit einem Nervengift in Kontakt, das in der einstigen Sowjetunion entwickelt wurde.

 

Maas bekräftigt Bedeutung von "deutsch-französischer Dynamik" für Europa:

Bei seinem Antrittsbesuch in Paris hat der neue Bundesaußenminister Heiko Maas den hohen Stellenwert der deutsch-französischen Beziehungen betont. Er sei "tief davon überzeugt", dass Europa die deutsch-französische Dynamik brauche, erklärte Maas bei einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian. Deutschland und Frankreich müssten gemeinsam dafür sorgen, dass Europa Antworten auf die Herausforderungen der kommenden Jahre finde. Diese reichten von der Klimapolitik über die Konflikte an den Grenzen zu Europa bis hin zu Reformen der Europäischen Union. Die neue Bundesregierung werde sich nun "sehr intensiv und schnell" mit den Vorschlägen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Erneuerung Europas auseinandersetzen, sagte Maas.

 

Deutsche Waffen für Türkei trotz Kurdenoffensive:

Auch nach dem Einmarsch türkischer Truppen in Syrien hat die Bundesregierung Rüstungslieferungen in Millionenhöhe an den NATO-Partner Türkei genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In den ersten fünfeinhalb Wochen der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien wurden demnach 20 Exportgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter erteilt. Sie hatten einen Gegenwert von 4,4 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als der Durchschnittswert des Vorjahres für einen solchen Zeitraum mit 14 Genehmigungen im Wert von 3,6 Millionen Euro. Der am Mittwoch ausgeschiedene Außenminister Sigmar Gabriel hatte im Februar versichert, dass seit Beginn der Syrien-Offensive ein kompletter Exportstopp für die Türkei gelte.

 

TV-Experte Kudlow wird Trumps neuer Wirtschaftsberater:

Der konservative Ökonom und bekannte TV-Kommentator Larry Kudlow wird neuer oberster Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump. Der 70-Jährige folgt auf Gary Cohn, der vergangene Woche im Streit um Trumps Strafzölle auf Stahl und Aluminium zurückgetreten war. Kudlow, der als Experte für den auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierten Fernsehsender CNBC arbeitete, hatte die Zoll-Pläne des Präsidenten kürzlich ebenfalls kritisiert und sie mit einer Steuererhöhung verglichen. Der ehemalige Investmentbanker war während des Wahlkampfs 2016 als "informeller" Berater für Trump tätig und unterstützte unter anderem dessen Projekt des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko. Kudlow arbeitete bereits unter dem früheren Präsidenten Ronald Reagan im Weißen Haus, bevor er sich für eine Laufbahn in den Medien entschied.

 

US-Senat öffnet Tür für Lockerungen bei Bankenregulierung:

Der US-Senat hat den Weg für eine Lockerung der Bankenregulierung frei gemacht. Mit dem umstrittenen, mit den Stimmen der Republikaner und einzelner Demokraten verabschiedeten Gesetzentwurf werden die unter Präsident Barack Obama als Folge der Finanzkrise verhängten strengeren Kontrollen von Banken teilweise rückgängig gemacht. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt und erklärte, Trump werde ein entsprechendes Gesetz unterzeichnen. Im Repräsentantenhaus war zuvor ein ähnlicher, aber deutlich weitreichenderer Gesetzentwurf mit der Republikaner-Mehrheit verabschiedet worden. Das Abgeordnetenhaus muss den Vorschlag nun annehmen, ehe dieser von Trump unterzeichnet werden und Gesetzeskraft erlangen kann. Kritiker befürchten, dass er Finanzinstituten Türen öffnet, um vergangene Fehler in der Hoffnung auf hohe Renditen erneut zu begehen. Das Weiße Haus argumentiert dagegen, es gehe vor allem um notwendige Erleichterungen für kleinere Geschäftsbanken.

 

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