14.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 14.10.2013
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Nachrichten

14.10.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Zyklon "Phailin" hat an der Ostküste Indiens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wegen des Sturms waren etwa eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die Behörden sprachen von der größten Rettungsaktion in der indischen Geschichte. Mindestens 23 Menschen kamen ums Leben, etwa 600.000 wurden obdachlos. "Phailin" fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern über die indische Ostküste. Auf den Philippinen kamen infolge des Taifuns "Nari" etwa 40 Menschen ums Leben. Etwa 400.000 mussten ihre Häuser verlassen. Manche Regionen standen zwei Meter tief im Wasser.

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1000 fremdenfeindliche Randalierer haben sich in Birjuljowo im Süden der russischen Hauptstadt Moskau schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Sie stürmten einen Markt, der von Migranten betrieben wurde. Dabei kippten sie Autos um, zerschlugen die Scheiben und riefen Parolen wie "Russland den Russen". Die Angreifer wollten den Mord an einem jungen Russen rächen. Der Täter ist flüchtig und soll laut Polizei ein Arbeitsmigrant aus Zentralasien oder dem Kaukasus sein. Eine Sondereinheit der Polizei nahm mindestens 380 Angreifer fest. Der russische Innenminister Wladimir Kolokolzew kündigte ein hartes Durchgreifen an.

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Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, fordert angesichts der jüngsten Flüchtlingsdramen im Mittelmeer einen Kurswechsel in der europäischen Einwanderungspolitik. Europa müsse endlich anerkennen, dass es ein Einwanderungskontinent sei, sagte Schulz in einem Interview. Deshalb brauche man ein Einwanderungssystem, das legale Zuwanderung regelt. Nur so könnten Menschen davon abgehalten werden, sich Schleppern auszuliefern. Schulz forderte zudem die Einführung eines Verteilungsschlüssels, der die Aufnahme von Einwanderern in den EU-Mitgliedstaaten regelt. Europa könne in dieser Frage weder Italien noch Malta alleine lassen, sagte Schulz. Dabei sieht der sozialdemokratische Politiker Deutschland in einer besonderen Verantwortung. Er erneuerte seine Forderung, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen müsse.

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US-Außenminister John Kerry ist optimistisch, dass die Verhandlungen mit dem Iran über dessen umstrittenes Atomprogramm gute Chancen auf Erfolg haben. Das "Fenster für die Diplomatie" sei "sperrangelweit offen", sagte Kerry in London. Am Dienstag und Mittwoch gehen die Verhandlungen über das Atomprogramm in Genf nach fünfmonatiger Pause weiter. Am Tisch sitzen der Iran, die fünf UN-Vetomächte und Deutschland. Der Iran wird verdächtigt, heimlich Atomwaffen zu bauen. Vor dem Beginn der Gespräche zog die iranische Regierung allerdings eine rote Linie. Der stellvertretende Außenminister Abbas Aragchi sagte im staatlichen Fernsehen, der Iran lehne es ab, angereichertes Uran ins Ausland zu bringen. Verhandelt werden könne nur über Form und Menge der Urananreicherung.

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Die norwegische Regierung von Ministerpräsident Jens Stoltenberg tritt heute offiziell zurück. Seine rot-grüne Koalition hatte die Parlamentswahl im September verloren. Traditionell tritt der scheidende Premier noch einmal vor das Parlament, der Finanzminister präsentiert dann den Haushalt für das kommende Jahr. Anschließend übergibt der Ministerpräsident dem norwegischen König sein Abschiedsgesuch. Es wird erwartet, dass König Harald dann die Wahlgewinnerin Erna Solberg von der konservativen Partei Høyre mit der Regierungsbildung beauftragt. Ihr Koalitionspartner soll die rechtspopulistische Fortschrittspartei werden. Das neue Kabinett soll am Mittwoch vorgestellt werden.

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Im Skandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht womöglich eine Entscheidung bevor. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, nimmt an diesem Montag Gespräche im Vatikan auf. Dabei will er auch mit Papst Franziskus den Fall erörtern. Tebartz-van Elst möchte ebenfalls mit dem Papst reden. Der Bischof steht wegen der enormen Kosten für den Neubau seiner Bischofsresidenz unter massivem Druck. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl wegen Falschaussage gegen ihn beantragt. Am Wochenende wurden neue Vorwürfe gegen Tebartz-van Elst laut. So sollen jahrelang Baukosten unter der Verantwortung des Bischofs verschleiert worden sein.

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