14.09.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 14.09.2021
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Langsam gesprochene Nachrichten

14.09.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:16

Nachrichten von Dienstag, 14.09.2021 – langsam gesprochen als MP3

UN-Chef fordert Kooperation mit Taliban

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat die internationale Gemeinschaft zur Zusammenarbeit mit den radikalislamischen Taliban in Afghanistan aufgerufen. Sonst sei es nicht möglich, dort humanitäre Hilfe zu leisten, sagte Guterres am Rande einer UN-Geberkonferenz für das Krisenland in Genf. Die Teilnehmer machten Afghanistan und seinen Nachbarländern Hilfszusagen unterschiedlicher Art im Volumen von insgesamt rund einer Milliarde Euro. Deutschland steuerte nach Angaben von Außenminister Heiko Maas 100 Millionen Euro bei.

 

Blinken rechtfertigt Afghanistan-Abzug

US-Außenminister Antony Blinken hat den chaotischen Abzug amerikanischer Truppen aus Afghanistan gegen scharfe Kritik verteidigt. Präsident Joe Biden habe vor der Wahl gestanden, die Soldaten abzuziehen oder den Krieg gegen die Taliban zu eskalieren, sagte Blinken bei einer Kongressanhörung. Auch gebe es keinen Hinweis darauf, dass ein längerer Verbleib die afghanischen Sicherheitskräfte oder die afghanische Regierung widerstandsfähiger oder eigenständiger gemacht hätte, betonte der Minister. Ein führender Republikaner bezeichnete den Abzug hingegen als "totale Katastrophe epischen Ausmaßes".

 

Biden wirbt für Klimaschutz-Investitionen

Extreme Wetter-Ereignisse haben in den USA voriges Jahr nach Angaben von Präsident Joe Biden Rekordkosten von 99 Milliarden Dollar verursacht. "Dieses Jahr werden wir diesen Rekord unglücklicherweise brechen", sagte er bei einem Besuch im Bundesstaat Kalifornien. Zuvor hatte er aus der Luft die verheerenden Schäden begutachtet, die das sogenannte Caldor-Feuer am Lake Tahoe verursacht hat. Biden rief erneut dazu auf, seine Pläne für Billionen-Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur zu unterstützen, damit die USA besser für den Klimawandel gewappnet seien.

 

"Langer Weg" für den Westbalkan

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht es als notwendig an, die Westbalkan-Staaten in die EU zu integrieren. Europa habe daran ein "absolutes geo-strategisches Interesse", sagte Merkel nach einem Treffen mit Serbiens Präsidenten Aleksandar Vucic. Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Albanien und Kosovo streben eine EU-Mitgliedschaft an, müssen aber bis dahin noch viele Reformen durchlaufen. Der Weg sei ein langer, räumten Merkel und Vucic ein. An diesem Dienstag fliegt die Kanzlerin weiter nach Tirana, wo sie mit den Regierungschefs der Westbalkan-Staaten zusammenkommt.

 

Norwegen steht vor Regierungswechsel

Norwegen dürfte schon bald von einem Mitte-Links-Bündnis regiert werden. Die oppositionellen Sozialdemokraten wurden bei der Parlamentswahl mit gut 26 Prozent der Stimmen stärkste politische Kraft. Damit wird der Chef der Arbeiterpartei, Jonas Gahr Støre, aller Voraussicht nach die konservative Ministerpräsidentin Erna Solberg ablösen. Støre kann dabei auf ein Bündnis mit der Zentrumspartei und der Sozialistischen Linkspartei setzen. In der wohlhabenden Nation hatte der Klima- und Umweltschutz - und damit verbunden auch die Öl-Politik des Landes - eine wichtige Rolle im Wahlkampf gespielt.

 

Söder stützt Grundsatz-Kritik von Laschet an SPD

Im Bundestagswahlkampf dauert die Debatte über die historische Rolle der Sozialdemokraten in der Nachkriegszeit an. CSU-Chef Markus Söder stützte in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen" die These von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, dass die SPD "immer auf der falschen Seite" gestanden habe. Ob Westbindung, Eintritt in die NATO und Gründung der Bundeswehr, die SPD sei "dagegen" gewesen. Zudem habe der frühere Führungspolitiker Oskar Lafontaine in der Frage der deutschen Vereinigung "völlig daneben" gelegen, fügte Bayerns Ministerpräsident hinzu.

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