13.01.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 13.01.2021
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Langsam gesprochene Nachrichten

13.01.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:58

Nachrichten von Mittwoch, 13.01.2021 – langsam gesprochen als MP3

Pence lehnt sofortige Absetzung Trumps offiziell ab

Der noch amtierende US-Vizepräsident Mike Pence hat eine sofortige Absetzung von Präsident Donald Trump abgelehnt. Der 25. Zusatzartikel zur Verfassung sollte nur in Fällen medizinischer oder geistiger Unfähigkeit und nicht als Mittel zur Bestrafung angewandt werden. Dass Pence den entsprechenden Vorstoß der Demokraten zurückweisen würde, war erwartet worden. Die Demokraten wollen nun im Kongress formal ein reguläres Amtsenthebungsverfahren auf den Weg bringen. Sie sind der Ansicht, dass Trump mit seiner Rede am vergangenen Mittwoch zur Erstürmung des Kapitols angestachelt hat.

 

US-Militärführung verurteilt Attacke auf Kapitol

Die höchsten Generäle der US-Armee haben in einer seltenen gemeinsamen Erklärung einhellig die Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump scharf verurteilt. Die Meinungsfreiheit und das Versammlungsrecht würden niemandem das Recht zu Gewalt, Aufruhr und Aufstand geben, schreiben Generalstabschef Mark Milley und seine sieben Kollegen. Im Inneren des Kapitols hätten sich Szenen abgespielt, die klar gegen die Rechtsstaatlichkeit verstoßen hätten. Das Militär werde die Verfassung verteidigen.

 

YouTube sperrt Trump-Kanal für mindestens eine Woche

Eine Woche nach der Erstürmung des US-Kapitols ergreift YouTube als letzte große Internetplattform schärfere Maßnahmen gegen das Konto des abgewählten Präsidenten Donald Trump. Angesichts von "Bedenken ob des anhaltenden Gewaltpotenzials" seien neue Inhalte auf Trumps Kanal entfernt worden, teilte die Videoplattform von Google mit. Mindestens sieben Tage lang dürften dort nun keine Videos mehr hochgeladen werden. Zudem sei die Kommentarfunktion auf unbestimmte Zeit deaktiviert worden. Zuvor hatten Twitter und Facebook die jeweiligen Konten Trumps dauerhaft gesperrt.

 

Spahn gibt Regierungserklärung zu Impfstart ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt im Bundestag eine Regierungserklärung zum Start der Corona-Impfungen ab. Der CDU-Politiker war zuletzt wegen des schleppenden Beginns der Impfungen in die Kritik geraten. Laut Gesundheitsministerium stehen im ersten Quartal voraussichtlich 13 Millionen Dosen Impfstoff in Deutschland zur Verfügung. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 19.600 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden 1060 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekannt gab.

 

Hunderte Mafiosi auf der Anklagebank

In Italien beginnt an diesem Mittwoch einer der größten Mafia-Prozesse der vergangenen Jahrzehnte. Angeklagt sind 350 mutmaßliche Mitglieder und Helfer der Organisation "Ndrangheta". Den Beschuldigten werden Mafia-Zugehörigkeit, Mord, illegaler Waffenbesitz, Drogenhandel, Erpressung, Geldwucher und vieles mehr vorgeworfen. Erwartet werden etwa 900 Zeugen, darunter ehemalige Mitglieder des organisierten Verbrechens. Für das Verfahren wurde in der süditalienischen Stadt Lamezia Terme extra ein Gebäude errichtet. Der Prozess ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit der Justiz.

 

Tausende Kinder starben in irischen Heimen

In Irland sind über Jahrzehnte in Heimen für ledige Mütter rund 9000 Kinder gestorben. Das geht aus dem Bericht einer staatlichen Untersuchungskommission hervor. Mütter und Kinder wurden demnach in den Einrichtungen vernachlässigt und erniedrigt. Die meisten Todesfälle seien durch Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen verursacht worden. Die Mutter-Kind-Heime wurden noch bis 1998 von religiösen Organisationen, meist katholischen Orden, geführt und vom Staat kontrolliert. Regierungschef Micheál Martin sprach von zutiefst "verstörenden" Erkenntnissen und einer Mitschuld der Gesellschaft.
 

Pompeo sieht Iran als neue "Heimat" von Al-Kaida

Die scheidende US-Regierung erhöht in ihren letzten Amtstagen den Druck auf den Iran und wirft dem Land Unterstützung des Terrornetzwerks Al-Kaida vor. Seit 2015 erlaube Teheran der Terrororganisation, den Iran als Basis zu nutzen, sagte Außenminister Mike Pompeo bei einer Rede in Washington. Belege lieferte er nicht. Pompeos Aussagen verwundern zudem, da der mehrheitlich schiitische Iran und die sunnitische Terrororganisation trotz ihrer gemeinsamen Feindschaft zu den USA aus religiöser Sicht Gegner sind. Teheran weist die Anschuldigungen zurück.

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