12.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 12.04.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

12.04.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 12.04.2019 – langsam gesprochen als MP3

Putschistenführer im Sudan als Präsident des Übergangsrats vereidigt

Wenige Stunden nach dem Militärputsch im Sudan ist der bisherige Verteidigungsminister Awad Ibn Auf als Präsident des militärischen Übergangsrates vereidigt worden. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von der Zeremonie. Ibn Auf folgt damit faktisch auf Präsident Omar Al-Baschir, der nach fast 30 Jahren an der Macht abgesetzt und festgenommen worden war. Der Übergangsrat soll laut Militär zwei Jahre im Amt bleiben und Wahlen vorbereiten. Der Opposition, die mit ihren Straßenprotesten zum Sturz Al-Baschirs beigetragen hatte, reicht das nicht. Sie will einen schnelleren demokratischen Wandel.

 

Bundessicherheitsrat genehmigt Rüstungsexport für Saudi-Arabien

Keine zwei Wochen nach der Lockerung des Rüstungsexportstopps für Saudi-Arabien hat der Bundessicherheitsrat wieder eine erste Lieferung an das Königreich genehmigt. Dabei handelt es sich um "Technologie für Satteltiefladerfertigung" der Ulmer Firma Kamag, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags in einem Schreiben mitteilte. Dem geheim tagenden Bundessicherheitsrat gehören die Kanzlerin und mehrere Minister an. Das für Rüstungsexporte zuständige Gremium erteilte den Angaben zufolge in seiner jüngsten Sitzung Liefergenehmigungen an sechs Länder.

 

Mindestens 16 Tote bei Bombenexplosion in Pakistan

Bei einer Bombenexplosion in der Stadt Quetta im Südwesten Pakistans sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Fast 30 Menschen seien verletzt worden, als ein auf einem Obstmarkt platzierter Sprengsatz detoniert sei, erklärte der zuständige Polizeichef. Der Markt werde hauptsächlich von Angehörigen der ethnischen Minderheit der Hasara, die Schiiten sind, betrieben. Bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt.

 

Israelische Raumsonde zerbricht bei Mondlandung

Die Landung der israelischen Raumsonde "Beresheet" auf dem Mond ist gescheitert. Nach Angaben aus dem Kontrollzentrum bei Tel Aviv zerschellte sie auf der Oberfläche des Erdtrabanten. Der wichtigste Motor sei beim Landemanöver ausgefallen und die Kommunikation abgebrochen. Die 585 Kilogramm schwere "Beresheet" war am 22. Februar vom US-Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral gestartet. Ins All gebracht wurde sie von einer Falcon-9-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk. Sie sollte das Magnetfeld des Mondes untersuchen. Es war die erste privat finanzierte Aktion dieser Art.

 

Assange will sich gegen US-Auslieferungsgesuch wehren

Der in London festgenommene Wikileaks-Gründer Julian Assange will sich gegen die drohende Auslieferung in die USA wehren. Er werde das Auslieferungsgesuch anfechten, sagte seine Anwältin. Assange ist in den USA wegen Verschwörung zur Attacke auf Regierungscomputer angeklagt. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft. Der Australier war gestern von der britischen Polizei in der Botschaft Ecuadors festgenommen worden, wohin er sich 2012 aus Furcht vor einer Auslieferung an Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen und einer Überstellung an die USA geflüchtet hatte.

 

EU zieht Mitarbeiter ihrer Hilfsmission aus Tripolis ab

Die Europäische Union hat wegen der anhaltenden Kämpfe die Mitglieder ihrer zivilen Grenzsicherungsmission EUBAM aus der libyschen Hauptstadt Tripolis abgezogen. Etwa 20 Mitarbeiter seien ins benachbarte Tunesien gebracht worden, von wo aus sie die Lage weiter beobachteten, gab ein EU-Sprecher bekannt. Die Außenbeauftragte Federica Mogherini rief die Truppen des Milizengenerals Chalifa Haftar auf, die Offensive auf Tripolis zu stoppen. Die Kämpfe würden Zivilisten gefährden und die Befriedung des Landes unter Leitung der Vereinten Nationen gefährden.

 

World Press Photo 2019 zeigt weinendes Flüchtlingsmädchen

Das Foto eines weinenden Flüchtlingskindes an der Südgrenze der USA ist zum World Press Photo des Jahres gewählt worden. Das kleine Mädchen aus Honduras bricht in Tränen aus, als die Mutter im US-Staat Texas von einem Polizisten durchsucht wird. Das Bild des US-Fotografen John Moore von Juni 2018 löste eine Diskussion über die Praxis der US-Regierung aus, Migranten von ihren Kindern zu trennen. Der erste Preis für eine Foto-Serie ging an den Niederländer Pieter Ten Hoopen. Er hatte den Treck von rund 7000 Migranten aus Mittelamerika dokumentiert, die im Oktober 2018 zur US-Grenze gezogen waren.

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