11.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 11.11.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

11.11.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:36

Nachrichten von Montag, 11.11.2019 – langsam gesprochen als MP3

Boliviens Präsident Morales tritt zurück

Die Zeit des ersten indigenen Präsidenten Boliviens geht zu Ende: Evo Morales hat nach 13 Jahren seinen Rücktritt als Staatschef des südamerikanischen Landes erklärt. Zunehmend gewaltsame Proteste, eine Serie von Rücktritten im eigenen Lager und massive Vorwürfe von Wahlbetrug hatten die politische Führung immer stärker unter Druck gesetzt. Am Ende hatte Morales auch den Rückhalt von Armee und Polizei verloren. Mexiko kündigte umgehend an, dem bolivianischen Ex-Präsidenten politisches Asyl zu gewähren.

 

Hongkongs Polizei schießt wieder auf Demonstranten

Nach dem Tod eines Studenten in der vergangenen Woche sind die Proteste in Hongkong wieder aufgeflammt. Wütende Demonstranten blockierten Straßen und legten Brände. Die Polizei ging mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Menge vor. Ein Beamter zog seine Dienstwaffe. Nach einem Handgemenge mit einem Randalierer feuerte er mehrere Kugeln ab und traf einen Demonstranten. Dieser befindet sich in einem kritischen Zustand, wie die behandelnden Ärzte mitteilten. Seit Juni gehen die Hongkonger auf die Straße. Sie werfen der chinesischen Führung zu große Einflussnahme vor.

 

Politisches Patt in Spanien bleibt bestehen

Die Parlaments-Neuwahl in Spanien hat die politische Situation im Parlament in Madrid nicht entschärft. Zwar landeten die Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez wieder auf Platz eins, sie verpassten jedoch wie bei der Abstimmung im April die absolute Mehrheit. Die rechtsextreme Partei Vox legte deutlich zu. Sie hat jetzt 52 der 350 Mandate inne und ist nach der konservativen Volkspartei PP drittstärkste Kraft. Die Sozialisten könnten mit der PP ein Bündnis bilden, doch beide Fraktionen schlossen dies aus. Die andere Option wäre eine Minderheitsregierung, auch das gilt als unwahrscheinlich.

 

Präsidentenwahl in Rumänien entscheidet sich in der zweiten Runde

Staatschef Klaus Iohannis ist bei der Präsidentenwahl in Rumänien auf Platz eins gekommen, hat jedoch die notwendige absolute Mehrheit verfehlt. Auf dem zweiten Platz landete die frühere sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila. Damit treten die beiden Politiker in der Stichwahl übernächstes Wochenende gegeneinander an. Dancila war vor einer Woche als Ministerpräsidentin im Parlament gestürzt worden. Sie vertrat eine von der EU und Iohannis heftig kritisierte Justizpolitik, die möglicherweise nur dazu dienen sollte, korruptionsverdächtige Politiker vor der Strafverfolgung zu schützen.

 

Australischer Bundesstaat ruft nach Buschfeuer Notstand aus

Wegen der seit Tagen wütenden Buschbrände in Australien hat der östliche Bundesstaat New South Wales den Notstand ausgerufen. Bei den Feuern im Osten des Landes sind seit vergangener Woche mindestens drei Menschen ums Leben gekommen, etwa 100 wurden verletzt. Für die Anwohner der Brandgebiete könnten die kommenden Tage die gefährlichsten überhaupt werden, warnten die Behörden. Auch der Großraum Sydney sowie das Weinanbaugebiet Hunter Valley sind demnach von Flammen bedroht.

 

BDI-Chef fordert deutschen Weltraumbahnhof

Deutschland sollte nach Meinung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), einen eigenen Weltraumbahnhof schaffen. BDI-Präsident Dieter Kempf sagte, Satelliten- und Weltraumtechnik seien eine Schlüsseltechnologie für die gesamte Industrie. Satelliten könnten künftig beim autonomen Fahren, der Mobilfunkversorgung oder der Waldbrandbekämpfung eine entscheidende Rolle spielen. Es gehe ihm nicht um eine Startrampe für Mondraketen, betonte der Industriepräsident. Er rede von sogenannten Micro-Launchern, die kleine Satelliten just-in-time ins All befördern könnten.

 

Türkischstämmiger Grüner wird Oberbürgermeister von Hannover

Als vierte deutsche Großstadt wird Hannover künftig von einem Grünen regiert. Mit dem türkischstämmigen Belit Onay bekommt die niedersächsische Landeshauptstadt einen Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund. Der 38-jährige Landtagsabgeordnete setzte sich in der Stichwahl gegen einen CDU-Bewerber durch. Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund oder gar ausländischer Staatsbürgerschaft gibt es zwar bereits, bislang aber noch nicht in einer Landeshauptstadt.

 

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