10.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 10.09.2013
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Nachrichten

10.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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US-Präsident Barack Obama will nicht unbedingt an einem Militärschlag gegen Syrien festhalten. Er würde einen Angriff "absolut" auf Eis legen, wenn das Regime von Machthaber Baschar al-Assad seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle stelle, sagte Obama in mehreren Fernsehinterviews. Er begrüßte einen entsprechenden russischen Vorschlag als "positive Entwicklung" und nannte ihn einen möglichen Durchbruch. Es sei ohnehin seine Präferenz, die Syrien-Frage ohne einen Militäreinsatz zu lösen, betonte Obama. Er warnte Assad allerdings vor einer Hinhaltetaktik.

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Norwegens langjähriger Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat die Parlamentswahl klar verloren. Noch am Wahlabend gestand der seit 2005 regierende Sozialdemokrat die Niederlage seiner Koalition aus Arbeiterpartei, Sozialistischer Linkspartei und grüner Zentrumspartei ein. Klarer Sieger ist das rechte Parteienbündnis von Herausforderin Erna Solberg. Sie kann mit 96 der insgesamt 169 Sitze im norwegischen Storting rechnen. Stark vertreten im neuen Parlament wird die rechtspopulistische Fortschrittspartei sein, die gegen Steuern und Einwanderung ist. Zu ihren Mitgliedern gehörte in der Vergangenheit auch der spätere Massenmörder Anders Behring Breivik. Nach enormen Umfrageverlusten in Folge der Breivik-Anschläge erhielt die Partei nun wieder deutlich mehr Zulauf.

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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat sich für einen erleichterten Zuzug von Familienangehörigen syrischer Flüchtlinge ausgesprochen. Familienzusammenführungen sollten unbürokratisch ermöglicht werden, wenn ein Teil der Familie bereits in Deutschland sei, sagte Niebel der "Berliner Zeitung". Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrichs hatte am Wochenende erklärt, Deutschland wolle auch über das zugesagte Kontingent von 5000 Flüchtlingen hinaus Menschen aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen. Die ersten Flüchtlinge sollen am Mittwoch in Deutschland eintreffen.

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Ein Richter in Neu Delhi fällt heute das Urteil gegen vier mutmaßliche Vergewaltiger. Die Männer sollen im Dezember eine Studentin in einem Bus entführt und brutal vergewaltigt haben. Die 23-Jährige starb zwei Wochen später an ihren schweren inneren Verletzungen. Das Strafmaß wird das Gericht erst einige Tage später bekanntgeben. Den vier Männern droht die Todesstrafe. Der einzige Jugendliche der Gruppe ist bereits zu drei Jahren Jugendarrest verurteilt worden. Ein sechster mutmaßlicher Täter wurde erhängt in seiner Gefängniszelle gefunden. Die brutale Tat hatte im Land wochenlang Proteste ausgelöst und eine gesellschaftliche Debatte über die Stellung der Frau in Indien losgetreten.

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Etwa jeder vierte Mann in der Asien-Pazifik-Region hat schon einmal seine eigene oder eine andere Frau vergewaltigt. Das geht aus einer von den Vereinten Nationen beauftragten Studie hervor. Befragt wurden insgesamt 10.000 Männer bis 50 Jahre in Bangladesch, China, Indonesien, Kambodscha, Papua-Neuguinea und Sri-Lanka. Fast ein Viertel der Männer räumte danach ein, schon einmal eine Frau zum Sex gezwungen zu haben. In vielen Fällen handelte es sich um Vergewaltigungen in der Partnerschaft. Aber jeder Zehnte gab zu, auch schon mal eine Frau vergewaltigt zu haben, die nicht seine Partnerin war. Fast die Hälfte der Befragten bekannte sich als Mehrfachtäter.

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