10.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 10.06.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

10.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:57

Nachrichten von Montag, 10.06.2019 – langsam gesprochen als MP3

Maas zu schwierigen Gesprächen im Iran

Deutschlands Außenminister Heiko Maas ist in Teheran gelandet, wo er sich für den Fortbestand des Atom-Abkommens mit dem Iran einsetzt. Er will neben seinem Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif auch Präsident Hassan Rohani treffen. Die USA sind vor einem Jahr aus dem Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe ausgestiegen. Vor einem Monat stellte auch der Iran das Abkommen in Frage. Das Land forderte die verbliebenen Vertragspartner, darunter Deutschland, auf, die im Abkommen versprochenen wirtschaftlichen Vorteile zu gewährleisten und die US-Sanktionen zu neutralisieren.

 

Regierung in Hongkong verteidigt geplantes Auslieferungsgesetz

Ungeachtet von zum Teil gewaltsamen Massenprotesten hält die Regierung von Hongkong an einem geplanten Gesetz fest, das Auslieferungen auf das chinesische Festland ermöglichen soll. Die Chefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, Carrie Lam, bezeichnete den Gesetzestext als "sehr wichtig" zur Wahrung des Rechts. Hongkong müsse seine internationalen Verpflichtungen im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität erfüllen. Gegen das geplante Gesetz hatten mehr als eine Million Menschen demonstriert. Es war die größte Demonstration seit der Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an China.

 

UNHCR warnt vor Abschiebungen nach Afghanistan

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, hat sich wegen der Gefahrenlage in Afghanistan gegen Abschiebungen im großen Stil in das Kriegsland ausgesprochen. Die Sicherheitslage lasse Rückführungen nur im Ausnahmefall zu, sagte der UNHCR-Vertreter in Deutschland, Dominik Bartsch. Das UN-Flüchtlingshilfswerk lehne Abschiebungen nach Afghanistan nicht grundsätzlich ab, hieß es weiter. Wer solche Entscheidungen treffe, müsse sich aber über die Gefahren im Klaren sein. Die 2001 von der Macht vertriebenen radikalislamischen Taliban beherrschen mittlerweile wieder große Teile des Landes.

 

Übergangspräsident Tokajew gewinnt laut Prognosen Wahl in Kasachstan

In Kasachstan hat Übergangspräsident Kassim-Jomart Tokajew die Präsidentenwahl laut Prognosen klar gewonnen. Demnach kam Tokajew auf mehr als 70 Prozent der Stimmen, der Oppositionspolitiker Amirschan Kosanow folgt mit 15,4 Prozent. Tokajew ist der Wunschnachfolger des langjährigen Staatschefs Nursultan Nasarbajew. Die Wahl war von massiven Protesten gegen Tokajew und den bereits im Vorfeld erwarteten Wahlausgang begleitet gewesen. In der Hauptstadt Nur-Sultan und in Almaty wurden laut offiziellen Angaben rund 500 Menschen in Gewahrsam genommen. Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent.

 

Großrazzia in kambodschanischem Nachtclub

Bei einer Großrazzia in einem Nachtclub der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh sind mehr als 400 Gäste und Angestellte festgenommen worden. Nach Angaben der Polizei wurden annähernd 100 Besucher positiv auf Drogen getestet. Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh gilt derzeit als eine der Party-Metropolen der Region. Die autoritär herrschende Regierung von Präsident Hun Sen geht seit längerer Zeit verstärkt gegen die Drogenszene vor. Das südostasiatische Land ist auch ein Umschlagplatz für Rauschgift.

 

Tödliche Proteste in Haiti

Bei Protesten gegen Haitis Staatschef Jovenel Moïse ist ein Mensch getötet worden. Der Mann erlitt in der Hauptstadt Port-au-Prince eine Schusswunde in der Brust. Bei den Protesten lieferten sich junge Männer und Sicherheitskräfte nahe dem Präsidentenpalast heftige Auseinandersetzungen. Steine flogen, die Polizei setzte Tränengas ein. Im Stadtzentrum waren Schüsse zu hören. Zuvor hatten Tausende Menschen friedlich gegen Moïse demonstriert und einen Rücktritt des von Korruptionsvorwürfen schwer belasteten Staatschefs gefordert.

 

Portugal siegt im Finale der Nations League

Portugal hat die Premiere der Nations League im Fußball gewonnen. Der Europameister bezwang im Finale in Porto die Niederlande mit 1:0, zur Halbzeit stand es noch 0:0. Das Siegtor schoss Goncalo Guedes vom spanischen Europa-League-Halbfinalisten FC Valencia in der 60. Minute. Portugals Team sicherte sich damit sowohl eine Zehn-Millionen-Euro-Prämie als auch den neuen Silberpokal. Am Nachmittag hatte England die Schweiz im Spiel um Platz drei nach 120 torlosen Minuten mit 6:5 im Elfmeterschießen besiegt.

 

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