10.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 10.03.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

10.03.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:21

Nachrichten von Dienstag, 10.03.2020 – langsam gesprochen als MP3

Chinas Staatschef erstmals seit Corona-Ausbruch in Wuhan

Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie ist Chinas Staatschef Xi Jinping in die Millionenmetropole Wuhan gereist. Dort hatte der Erreger seinen Ausgang genommen. Xi traf mit dem Flugzeug zu der unangekündigten Visite in der Hauptstadt der Provinz Hubei ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Er wolle dort im Laufe des Tages die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie inspizieren. Der sonst in den chinesischen Medien geradezu allgegenwärtige Xi hatte seit der starken Ausbreitung des Coronavirus ab Januar das Rampenlicht weitgehend gemieden. 

 

Premier Conte erklärt ganz Italien zur Sperrzone

Italiens Regierung schränkt wegen der Coronavirus-Epidemie die Reise- und Versammlungsfreiheit im ganzen Land ein. Regierungschef Giuseppe Conte rief die Italiener dazu auf, ihre Lebensgewohnheiten zu ändern. Er kündigte ein Versammlungsverbot an, das an diesem Dienstag durch ein Dekret in Kraft gesetzt werden soll. Die Schulen und Universitäten in ganz Italien bleiben bis zum 3. April geschlossen. Mit knapp 10.000 Ansteckungsfällen und mehr als 460 Toten ist Italien das am schlimmsten von der Epidemie betroffene Land in Europa.

 

Deutsche Wirtschaftsforscher befürchten wegen Coronakrise Rezession

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass Deutschland in diesem Jahr infolge der Coronavirus-Krise in eine Rezession abgleitet. Das Virus scheine die deutsche Wirtschaft nach den vorliegenden Zahlen "recht kräftig zu erfassen", sagte der Leiter der DIW-Abteilung für Konjunkturpolitik, Claus Michelsen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vor allem die Industrie dürfte nach seiner Einschätzung betroffen sein, aber auch Dienstleistungen wie das Gastronomiegewerbe und die Reisebranche. Auch nach Ansicht von Ifo-Chef Clemens Fuest droht eine Rezession; er forderte die Bundesregierung in der "Augsburger Allgemeinen" auf, ihre Hilfen für die Wirtschaft zu verstärken. 

 

Keine Annäherung zwischen EU und Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bei seinen Gesprächen in Brüssel keine Unterstützung für seinen Kurs im Syrien-Krieg erhalten. Konkret fordert er die Hilfe der Europäer bei der Versorgung von Flüchtlingen sowie bei den Kampfeinsätzen der Türkei in Syrien. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg verwies auf die mehr als fünf Milliarden Dollar, die das Bündnis bereits in der Türkei investiert habe. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderte von Erdogan, Migranten nicht länger zur Weiterreise nach Griechenland zu ermuntern.

 

US-Armee zieht sich aus Afghanistan zurück

Die US-amerikanischen Streitkräfte haben ihren schrittweisen Abzug aus Afghanistan eingeleitet. Innerhalb der nächsten 135 Tage wolle man die Truppenstärke auf 8600 Mann reduzieren, sagte ein Armeesprecher. Die US-Truppen seien aber weiterhin in der Lage, Anti-Terror-Missionen durchzuführen und die afghanischen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Ende Februar hatten die USA nach langen Verhandlungen mit den Taliban ein Abkommen über Wege zum Frieden in Afghanistan geschlossen. Es soll nach mehr als 18 Jahren US-Präsenz im Land zu innerafghanischen Friedensgesprächen führen.

 

Mexiko erlebt "Tag ohne Frauen"

Mit einem groß angelegten Streik haben in Mexiko zahlreiche Frauen gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen protestiert. Schätzungen zufolge gingen am Montag mehrere Millionen Frauen nicht zur Arbeit, nicht einkaufen und beteiligten sich auch darüber hinaus nicht am öffentlichen Leben. Sie folgten damit einem Aufruf feministischer Gruppen, dem sich Unternehmen und Behörden ebenso angeschlossen hatten wie indigene Organisationen, Universitäten und Schulen. Auch Regierungspolitikerinnen und Abgeordnete beteiligten sich an der Aktion mit dem Titel "Ein Tag ohne uns".

 

Der nächste große Vorwahltag in den USA

Das Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten geht an diesem Dienstag mit Vorwahlen in sechs Bundesstaaten weiter. Der frühere Vizepräsident Joe Biden und der linksgerichtete Senator Bernie Sanders treten in Idaho, Michigan, Mississippi, Missouri, North Dakota und Washington gegeneinander an. Es geht um 352 der 3979 Delegierten, die im Juli den demokratischen Präsidentschaftskandidaten wählen werden. Besonders wichtig ist Michigan im Mittleren Westen, wo 125 Delegiertenstimmen vergeben werden. Ergebnisse werden nach deutscher Zeit erst am Mittwoch erwartet.

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