09.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 09.09.2013
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Nachrichten

09.09.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei der Bürgermeisterwahl in der russischen Millionenstadt Jekaterinburg am Ural hat der Oppositionelle Jewgeni Roisman den Machtkampf gegen die Kremlpartei für sich entschieden. Der 50 Jahre alte landesweit bekannte Anti-Drogen-Kämpfer kam nach Auszählung aller Stimmen auf 30,1 Prozent. Das teilte die örtliche Wahlkommission mit. Der Vertreter der Regierungspartei Geeintes Russland, Jakow Silin, kam demnach auf 26,5 Prozent. Das sind 14.000 Stimmen weniger als für Roisman, der als Leiter des Projekts "Stadt ohne Drogen" viele prominente und reiche Unterstützer hat. Auch in Moskau liegt das vorläufige Endergebnis vor. Danach erhielt der vom Kreml unterstützte Amtsinhaber Sergej Sobjanin 51,4 Prozent der Stimmen, Oppositionsführer Alexej Nawalny kommt auf 27,3 Prozent. Damit holte Nawalny fast doppelt so viele Stimmen wie erwartet. Der 37 Jahre alte Blogger erkennt das Ergebnis jedoch nicht an und verlangt eine Stichwahl gegen Sobjanin. Dies wird von den Verantwortlichen in der russischen Hauptstadt abgelehnt.

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Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat erneut bestritten, für den mutmaßlichen Giftgas-Einsatz im August verantwortlich zu sein. Es gebe weder gesicherte Beweise, dass ein solcher Angriff mit Chemiewaffen überhaupt stattgefunden habe, noch, dass er dafür verantwortlich sei, sagte er in einem Interview des US-amerikanischen Fernsehsenders CBS. Die USA beschuldigen das Regime in Damaskus, mit dem Giftgas-Angriff mehr als 1400 Menschen getötet zu haben. US-Außenminister John Kerry sagte bei einem Besuch in London: "Die Beweise sprechen für sich." Der US-Kongress nimmt nach der Sommerpause an diesem Montag seine Arbeit wieder auf. Damit können die Beratungen der Abgeordneten und Senatoren über einen möglichen Militärschlag gegen Syrien beginnen. Präsident Barack Obama will vor einer Militärintervention die Zustimmung des US-Repräsentantenhauses in Washington einholen. Entscheidende Abstimmungen werden allerdings erst in den kommenden Tagen erwartet. Am Dienstag will Obama seine Syrien-Pläne in einer Rede an die Nation erläutern.

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Eine Dschihadisten-Gruppe hat die Verantwortung für das gescheiterte Attentat auf den ägyptischen Innenminister Mohammed Ibrahim übernommen. Bei der Explosion am vergangenen Donnerstag war ein Mensch getötet worden, der Minister blieb unverletzt. Die Gruppe mit dem Namen "Ansar Beit al-Makdis" kündigte weitere Anschläge an. Der ägyptische Innenminister gilt als treibende Kraft beim gewaltsamen Vorgehen gegen die Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi. Ibrahim warnte vor einer "Welle des Terrorismus". Die ägyptische Armee hat unterdessen erneut mutmaßliche Verstecke islamistischer Rebellen auf der Sinai-Halbinsel beschossen. Augenzeugenberichten zufolge feuerten Kampfhubschrauber Raketen auf Häuser nahe des Grenzübergangs Rafah ab. Nach Armeeangaben wurden dabei mindestens neun islamistische Milizionäre getötet und einige weitere festgenommen.

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Serbien und das Kosovo haben sich auf einen Kompromiss bei der Energie- und Telefonversorgung im Kosovo geeinigt. Dies teilte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Brüssel mit. Sie hatte zuvor stundenlang mit dem Regierungschef Serbiens, Ivica Dacic, und dessen Kosovo-Amtskollegen Hashim Thaci verhandelt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Der jetzt gefundene Kompromiss soll die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen für Serbien im Januar 2014 ermöglichen. Belgrad erkennt die vor fünfeinhalb Jahren ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo nicht an. Die ehemalige serbische Provinz ist aber inzwischen von mehr als 100 Staaten völkerrechtlich anerkannt worden. Im Kosovo leben mehrheitlich Albaner, im Norden des Landes gibt es aber auch eine serbische Minderheit. Diese wird von Belgrad finanziell und bei der Verwaltung unterstützt.

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Serena Williams hat zum fünften Mal die US Open gewonnen und ihren 17. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier gefeiert. Die 31-jährige Tennisspielerin aus den USA setzte sich am Sonntag gegen die Weißrussin Victoria Asarenka mit 7:5, 6:7 und 6:1 durch. Das Spiel war die Neuauflage des Finales im Vorjahr, das Williams ebenfalls für sich entschieden hatte. Durch ihren jüngsten Erfolg zog die Weltranglisten-Erste mit Steffi Graf gleich, die ebenfalls fünfmal in New York den Titel holte. Williams fehlt noch ein Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier, um zu den Tennislegenden Chris Evert und Martina Navratilova aufzuschließen, die je 18 Titel gewonnen haben.

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