09.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 09.07.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

09.07.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:26

Nachrichten von Donnerstag, 09.07.2020 – langsam gesprochen als MP3

Erneut Ausschreitungen bei Protesten in Serbien

Bei Demonstrationen gegen Maßnahmen der serbischen Regierung in der Corona-Krise ist es in der Hauptstadt Belgrad am zweiten Tag in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen Protestteilnehmer vor, die Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten warfen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden mindestens zehn Polizisten verletzt. Nach den Protesten am Vortag hatte Präsident Aleksandar Vucic den Verzicht auf eine angekündigte Ausgangssperre am kommenden Wochenende in Aussicht gestellt. Eine endgültige Entscheidung soll an diesem Donnerstag fallen.

 

Australien suspendiert Auslieferungsabkommen mit Hongkong

Die australische Regierung setzt angesichts des sogenannten Sicherheitsgesetzes in Hongkong ihre Auslieferungsvereinbarung mit der chinesischen Sonderverwaltungszone aus. Premierminister Scott Morrison erklärte zudem, sein Land werde Bürgern Hongkongs, die durch das Gesetz gefährdet seien, Sondervisa und einen Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung anbieten. Eigenen Staatsbürgern in Hongkong empfiehlt Australien, ihren Aufenthalt zu überdenken. Mit dem Sicherheitsgesetz will die chinesische Regierung nach Einschätzung von Kritikern die Demokratiebewegung in Hongkong eindämmen.

 

Hongkong-Aktivist Law bittet Merkel um Hilfe

Der aus Hongkong geflohene Aktivist Nathan Law hat Bundeskanzlerin Angela Merkel um Unterstützung gebeten. Die Welt blicke auf Hongkong. "Liebe Frau Merkel, wir brauchen Ihre Hilfe", sagte er der Zeitung "Hessische Niedersächsische Allgemeine". Nach dem Beschluss des umstrittenen chinesischen Sicherheitsgesetzes für Hongkong vor einer Woche hatte Law die Sonderverwaltungsregion verlassen. Er werde seinen Einsatz auf internationaler Ebene fortsetzen, erklärte er auf Facebook. Seinen Aufenthaltsort wollte er nicht verraten. Laws prominenter Mitstreiter Joshua Wong will in Hongkong bleiben.

 

Polen bestellt deutschen Diplomaten ein

Das Außenministerium in Warschau hat den Geschäftsträger der deutschen Botschaft einbestellt. Die polnische Regierung wirft insbesondere dem Warschau-Korrespondenten der Zeitung "Die Welt" und dem deutsch-schweizerischen Boulevardblatt "Fakt" eine fehlerhafte und voreingenommene Berichterstattung im Vorfeld der Präsidentenstichwahl vor. Das habe man dem deutschen Diplomaten Knut Abraham deutlich gemacht, hieß es. Der konservative Amtsinhaber Andrzej Duda, der am Sonntag gegen den liberalen Herausforderer Rafal Trzaskowski antritt, hatte sich über eine negative Presse beklagt.

 

Premier der Elfenbeinküste ist tot

Der amtierende Regierungschef der Elfenbeinküste und Kandidat für die Präsidentschaftswahl im Oktober, Amadou Gon Coulibaly, ist überraschend verstorben. Nach einem Bericht des ivorischen Senders RTI erlitt der 61-Jährige während einer Kabinettssitzung einen Herzinfarkt. Coulibaly war vor sechs Tagen aus Frankreich zurückgekehrt, wo er sich zwei Monate lang ärztlich behandeln ließ. 2012 hatte er sich in Frankreich einer Herztransplantation unterzogen. "Ich bin wieder fit", verkündete Coulibaly bei seiner Ankunft in Abidjan in der vergangenen Woche.

 

Gewaltsamer Tod von schwarzem Teenager in US-Anstalt sorgt für Empörung

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA beschäftigt jetzt ein anderer Vorfall die Öffentlichkeit. Ein Video zeigt, wie der 16-jährige Cornelius Fredericks Ende April in einer Anstalt im Bundesstaat Michigan von männlichen Mitarbeitern umgeworfen, auf den Boden gedrückt und gewürgt wird. Fredericks hatte zuvor ein Sandwich auf einen anderen Jungen in der Cafeteria geworfen. Er starb zwei Tage später. Der Anwalt seiner Familie erhob den Vorwurf, der 16-Jährige sei "exekutiert" worden. Man habe ihm Sauerstoff entzogen und sein Gehirn schwer geschädigt.

 

Trump würdigt Beziehungen zwischen USA und Mexiko

Trotz früherer Spannungen haben US-Präsident Donald Trump und der mexikanische Staatschef Andrés Manuel López Obrador die guten Beziehungen beider Länder bekräftigt. "Wir haben ein herausragendes Verhältnis", sagte Trump an der Seite von López Obrador im Rosengarten des Weißen Hauses. Im Wahlkampf hatte der US-Präsident wiederholt Stimmung gegen Mexikaner gemacht und sie als Kriminelle und Vergewaltiger verunglimpft. Mit dem Besuch im Weißen Haus wurde unter anderem das Inkrafttreten des neuen Freihandelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada zu Monatsbeginn gewürdigt.

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