09.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 09.07.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

09.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 09.07.2019 – langsam gesprochen als MP3

Hongkongs Regierungschefin Lam verkündet Aus für Auslieferungsgesetz

Nach wochenlangen Massenprotesten hat Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam das Aus für das umstrittene Auslieferungsgesetz verkündet. Das Gesetz sei tot, sagte sie. Allerdings erfüllt die pekingtreue Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone nicht alle Forderungen der Protestbewegung. So wird der Gesetzentwurf nicht formell von der Agenda des Parlaments zurückgezogen. Das Gesetzesvorhaben, das erstmals Auslieferungen an Festland-China ermöglicht hätte, hat in der einstigen britischen Kronkolonie die größten Proteste seit der Rückgabe an China im Jahr 1997 ausgelöst.

 

US-Außenministerium billigt Milliarden-Rüstungsgeschäft mit Taiwan

Das US-Außenministerium hat ein Rüstungsgeschäft mit Taiwan im Wert von zwei Milliarden Euro gebilligt. Unter anderem sollen 108 Kampfpanzer und rund 250 Stinger-Luftabwehrraketen geliefert werden, so das US-Verteidigungsministerium. So könne Taiwan seine Kampfpanzer-Flotte modernisieren und seine Verteidigungsfähigkeit stärken, erklärte das Pentagon. Das Rüstungsgeschäft dürfte China verärgern. Die Regierung in Peking hatte bereits zuvor "ernsthafte Bedenken" geäußert. China betrachtet den Inselstaat Taiwan als abtrünnige Provinz, die eines Tages wieder mit dem Festland vereinigt werden soll.

 

Mehr als 230 Festnahmen bei internationaler Anti-Doping-Razzia

Unter Federführung Italiens und Griechenlands sind bei einem Anti-Doping-Einsatz 234 Menschen festgenommen worden. 3,8 Millionen Dopingpräparate und gefälschte Medikamente wurden laut der europäischen Polizeibehörde Europol sichergestellt. Die Aktion habe zeitgleich in 23 EU- und zehn weiteren Ländern, darunter der Schweiz, Kolumbien und den USA, stattgefunden. In Europa wurden bei dem größten Anti-Doping-Einsatz in der Geschichte neun Geheimlabore entdeckt und fast 24 Tonnen Steroidpulver beschlagnahmt. Zudem wurden 17 organisierte Gruppen in Europa ausgehoben.

 

"Alan Kurdi" nimmt wieder Bootsflüchtlinge an Bord

Das deutsche Rettungsschiff "Alan Kurdi" hat erneut Flüchtlinge im Mittelmeer vor Libyen aufgenommen. Sie sollen nun an die maltesische Marine übergeben werden, teilte der Verein Sea-Eye mit. Maltas Behörden hätten den Rettungseinsatz koordiniert. Am Sonntag hatte Malta erst nach langem Hin und Her eingewilligt, 65 Flüchtlinge an Land zu lassen. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos fordert in der Zeitung "Welt" einen vorläufigen Verteilungsmechanismus für Migranten. Die Verantwortung könne nicht allein auf Italien und Malta abgewälzt werden, nur weil diese Staaten am Mittelmeer lägen.

 

Vorsichtiger Optimismus nach Afghanistan-Konferenz

Bei ihrer dritten Konferenz mit Vertretern der afghanischen Zivilgesellschaft haben die radikalislamischen Taliban zugesagt, die Gewalt in Afghanistan zu reduzieren. Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Schulen oder Krankenhäuser sollen eingestellt, die Zahl der zivilen Opfer soll auf Null gesenkt werden, heißt es in der Abschlusserklärung. Bis wann die Ziele erreicht werden sollen und ob sie bindend sind, ist aber unklar. Umstritten bleibt auch der Bereich der Frauenrechte. Vertreter der afghanischen Regierung waren nicht anwesend, die Taliban erkennen diese nicht an.

 

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