09.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 09.04.2020
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Langsam gesprochene Nachrichten

09.04.2020 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:36

Nachrichten von Donnerstag, 09.04.2020 – langsam gesprochen als MP3

Wieder stärkerer Anstieg von Corona-Fällen in Deutschland

Den dritten Tag in Folge hat es wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland gegeben als am Vortag. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind derzeit 108.202 Menschen mit dem Virus infiziert. Das ist eine Zunahme von 4974 Fällen. Zuletzt hatte sich der Anstieg im Vergleich zum jeweiligen Vortag verlangsamt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betonte, die Entwicklung während der Osterfeiertage sei entscheidend für das weitere Vorgehen. Zuvor hatte Gesundheitsminister Jens Spahn angesichts erster Erfolge im Kampf gegen die Pandemie eine Lockerung der Einschränkungen nach Ostern angedeutet.

 

Frankreich verlängert Ausgangssperre über 15. April hinaus

Frankreich wird nach Angaben des Élysée-Palasts die strikte Ausgangssperre im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie über den 15. April hinaus verlängern. Wie ein Sprecher weiter mitteilte, will sich Staatschef Emmanuel Macron am Ostermontag erneut in einer Rede an die Nation wenden und das weitere Vorgehen des Staates in der Krise erläutern. In Frankreich starben nach Angaben der Behörden in den vergangenen 24 Stunden weitere 541 Menschen in Krankenhäusern. Insgesamt gibt es bislang 10.869 Todesfälle.

 

EU-Kommission entwickelt Corona-Exit-Strategie

Die wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten strikten Auflagen sollten aus Sicht der EU-Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht aus dem Entwurf zur sogenannten Exit-Strategie hervor, der nächste Woche veröffentlicht werden soll. Zwischen den einzelnen Maßnahmen sollte ein Zeitraum von etwa einem Monat liegen, um die Wirkung zu beobachten, heißt es weiter. Ansammlungen von Menschengruppen sollten nur schrittweise wieder erlaubt werden. Nicht alle Beschäftigten dürften gleichzeitig an den Arbeitsplatz zurückkehren.

 

Wieder fast 2000 Corona-Tote in den USA

Die USA verzeichnen den zweiten Tag in Folge knapp 2000 Corona-Tote. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität starben bislang an der neuen Lungenkrankheit insgesamt mehr als 14.760 Menschen. Fast 432.000 Personen sind infiziert. US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Coronavirus-Pandemie überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, sagte Trump in seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Eigentlich wäre es schön, das Land "mit einem großen Knall" wieder zu öffnen, meinte er weiter.

 

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliarden-Hilfen

Die Afrikanische Entwicklungsbank hat umgerechnet 9,2 Milliarden Euro für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf dem Kontinent zur Verfügung gestellt. Die Bank werfe "ihr ganzes Gewicht" in die Waagschale, um Afrika in dieser schwierigen Zeit zu helfen, erklärte Bankchef Akinwumi Adesina in der Elfenbeinküste. Obwohl Afrika bislang weniger stark von der Pandemie betroffen ist als andere Weltregionen, gibt es große Sorgen, dass die überwiegend nur schwach entwickelten Gesundheitssysteme der Länder bei einer weiteren Ausbreitung des Virus rasch überfordert sein könnten.

 

Zusätzlich halbe Milliarde Menschen von Armut bedroht

Rund eine halbe Milliarde Menschen könnte im Zuge der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. Die sich rasch entfaltende Wirtschaftskrise sei schwerer als die globale Finanzkrise von 2008, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen.

 

Saudische Militär-Allianz ruft Waffenruhe für Jemen aus

Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis hat für den Jemen eine zweiwöchige Feuerpause ausgerufen, um eine Verbreitung von COVID-19 zu verhindern. Die Waffenruhe soll an diesem Donnerstag um 11 Uhr MESZ beginnen, wie ein ranghoher saudischer Beamter in Riad mitteilte. Die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, haben auf die Ankündigung bislang nicht reagiert. Im Jemen sind offiziell noch keine Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet worden. Ein Ausbruch könnte verheerende Folgen haben, weil die medizinische Versorgung in dem bitterarmen Land extrem schlecht ist.

 

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