08.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 08.08.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

08.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Mittwoch, 08.08.2018 – langsam gesprochen als MP3

Kolumbiens konservativer Präsident Duque vereidigt

In Kolumbien ist der rechtsgerichtete Politiker Iván Duque als neuer Präsident ins Amt eingeführt worden. Der 42-Jährige hatte sich bei der Wahl im Juni gegen seinen sozialistischen Kontrahenten Gustavo Petro durchgesetzt. Durch den Amtswechsel steht das unter Duques Vorgänger Juan Manuel Santos ausgehandelte Friedensabkommen mit den FARC in Frage. Auch kündigte er an, einen härteren Kurs in Gesprächen mit der letzten noch aktiven Guerilla-Organisation des Landes, dem Nationalen Befreiungsheer, einschlagen zu wollen. Die FARC hatten rund 50 Jahre lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft, mehr als 260.000 Menschen wurden getötet. Santos wurde für das Abkommen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

 

USA fordern Abzug Russlands aus abtrünnigen Regionen Georgiens

Zehn Jahre nach dem Krieg Russlands gegen Georgien haben die USA Moskau zum Abzug seiner Truppen aus den Provinzen Südossetien und Abchasien aufgefordert. Die beiden Regionen seien Teil Georgiens, erklärte das US-Außenministerium zur Begründung. Die Führung in Tiflis wollte vor zehn Jahren die abtrünnigen Provinzen zurückerobern. Am 8. August 2008 griffen georgische Truppen Südossetien an, wurden aber innerhalb weniger Tage besiegt. Dabei starben mehrere hundert Menschen. Russland erkannte Abchasien und Südossetien als unabhängige Staaten an und hat dort bis heute Soldaten stationiert.

 

USA kündigen weitere Strafzölle auf China-Importe an

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will ab dem 23. August weitere Sanktionen auf Importe aus China verhängen. Die geplanten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent sollten für Güter im Wert von 16 Milliarden US-Dollar erhoben werden, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer mit. Zusammen mit den bereits vor einem Monat verhängten Strafzöllen auf chinesische Importe sind dann 279 Güter im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar betroffen. Weltweit hat der eskalierende Konflikt zwischen Washington und Peking die Angst vor einem globalen Konjunktureinbruch geschürt.

 

Venezuelas Oppositionsführer nennt Anschlag auf Maduro "Farce"

Der im Exil lebende venezolanische Oppositionsführer Julio Borges hat den mutmaßlichen Anschlag auf Präsident Nicolás Maduro als inszenierte "Farce" bezeichnet. Der Anschlag diene dazu, "all jene von uns zu verfolgen und zu unterdrücken, die sich der Diktatur widersetzen", schrieb er in einer Twitterbotschaft. Maduro war am Samstag nach eigenen Angaben einem Mordanschlag entgangen, für den er Oppositionspolitiker verantwortlich gemacht hat. Die dem Präsidenten ergebene verfassunggebende Versammlung kündigte an, die Immunität der Oppositionellen aufheben zu wollen.

 

Spanische Küstenwache rettet mehr als 450 Migranten

Die spanische Küstenwache hat am Dienstag 458 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Darunter waren 13 Kinder. Sie hatten die Überfahrt von Marokko aus in neun Booten gewagt und wurden in der Straße von Gibraltar sowie im Alborán-Meer zwischen Marokko und Spanien aufgenommen. Spanien hat Italien inzwischen als Hauptankunftsland für Migranten in der EU abgelöst. Die neue rechts-populistische Regierung in Rom lässt kaum mehr Bootsflüchtlinge ins Land, zudem scheinen die libyschen Behörden verstärkt gegen Schlepper vorzugehen. Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation knapp 23.000 Flüchtlinge über das Meer in Spanien an.

 

Ukrainischer Regisseur Senzow fast drei Monate im Hungerstreik

Der in Russland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow befindet sich nach Angaben seines Anwalts in sehr schlechter Verfassung. Senzow habe während des schon drei Monate dauernden Hungerstreiks rund 30 Kilogramm Gewicht verloren, sagte sein Verteidiger Dmitri Dinse der Nachrichtenagentur AFP. Senzow wolle erst wieder essen, wenn Russland alle ukrainischen "politischen Gefangenen" freilässt. Der Regisseur und Aktivist war 2014 auf der Halbinsel Krim nach deren Anschluss an Russland festgenommen worden. Er soll Brandanschläge auf Büros von moskaufreundlichen Parteien organisiert haben.

 

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