08.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 08.07.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

08.07.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:29

Nachrichten von Montag, 08.07.2019 – langsam gesprochen als MP3

Gewaltsame Zusammenstöße in Hongkong

In Hongkong hat es erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone mitteilte, wurden sechs Menschen festgenommen. Sicherheitskräfte waren mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Protestierende vorgegangen. Zuvor hatten mehrere Zehntausend Teilnehmer friedlich im Bezirk Kowloon gegen ein umstrittenes Auslieferungsgesetz demonstriert. Es würde Hongkong erlauben, beschuldigte Personen an Festlandchina auszuliefern. Die Protestierenden fordern, die Gesetzesvorlage endgültig zurückzuziehen.

 

Amnesty: Mehr Tötungen auf Philippinen

Amnesty International hat ein "erschreckendes Ausmaß" außergerichtlicher Tötungen im Anti-Drogen-Krieg auf den Philippinen angeprangert. Eine eigene Untersuchung lege nahe, dass es sich dabei um Verbrechen gegen die Menschlichkeit handele, teilte die Organisation mit. Sie verlangt eine unabhängige Untersuchung durch den UN-Menschenrechtsrat. Die Zahl der Opfer außergerichtlicher Tötungen nehme drei Jahre nach Beginn des Anti-Drogen-Kriegs von Präsident Rodrigo Duterte "dramatisch" zu. Die Regierung spricht von mindestens 6000 Fällen. Amnesty vermutet eine hohe Dunkelziffer.

 

Regierungswechsel in Griechenland

Die Konservativen haben die vorgezogene Parlamentswahl in Griechenland klar gewonnen. Nach Auszählung fast aller Stimmen holte die bisherige Oppositionspartei Nea Demokratia (ND) unter Kyriakos Mitsotakis fast 40 Prozent. Damit kann Mitsotakis ohne Koalitionspartner regieren. Die linke Syriza-Partei des unterlegenen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras kam auf knapp 32 Prozent. Obwohl Tsipras einige Reformen anschob, leidet Griechenland noch immer unter der höchsten Arbeitslosenquote in der EU. Mitsotakis hatte versprochen, jeden Spielraum im Haushalt für Steuersenkungen nutzen zu wollen.

 

Flüchtlinge der "Alan Kurdi" nach Malta gebracht

Die 65 Migranten vom deutschen Rettungsschiff "Alan Kurdi" sind in Malta angekommen. 62 von ihnen seien an ein Patrouillenboot übergeben worden und am Sonntagabend in Malta gelandet, teilte die maltesische Armee mit. Drei Migranten wurden demnach per Lufttransport geholt, da sie dringend ärztliche Hilfe brauchten. Wie die Regierung in Valletta zuvor mitgeteilt hatte, sollen die Migranten umgehend auf andere europäische Länder verteilt werden. Italien wollte die von der "Alan Kurdi" aus dem Mittelmeer geretteten Menschen nicht an Land lassen. Auch Malta hatte sich zunächst geweigert.

 

Trump droht wiederholt dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat den Iran im Streit um die Urananreicherung gewarnt. "Der Iran sollte besser vorsichtig sein", sagte er vor Journalisten. Trump bekräftigte, das Land werde niemals Atomwaffen besitzen. Zuvor hatte US-Außenminister Mike Pompeo Teheran mit "weiterer Isolation" und neuen Sanktionen gedroht. Der Iran hatte am Sonntag erklärt, in Kürze damit zu beginnen, Uran über den erlaubten Grad von 3,67 Prozent hinaus anzureichern. Dies ist dem Staat durch das 2015 vereinbarte Atomabkommen verboten. Für Atomwaffen muss Uran allerdings auf 90 Prozent angereichert werden.

 

Wichtiger Meilenstein für afrikanische Freihandelszone

Die Afrikanische Union (AU) hat auf einem Gipfel in Nigers Hauptstadt Niamey die "operative Phase" des Freihandelsabkommens AfCFTA eingeleitet. Die Mitgliedsstaaten einigten sich auf erste gemeinsame Regeln für die künftige Freihandelszone. Nach Angaben des nigrischen Präsidenten Mahamadou Issoufou sollen diese ab Juli 2020 auch praktisch umgesetzt werden. Durch AfCFTA soll die weltgrößte Freihandelszone mit einem Markt von 1,2 Milliarden Menschen entstehen. 54 der 55 AU-Mitgliedsstaaten sind dem Abkommen beigetreten. Der bisher schwache afrikanische Binnenhandel soll dadurch gestärkt werden.

 

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