08.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 08.06.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

08.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:05

Nachrichten von Samstag, 08.06.2019 – langsam gesprochen als MP3

Trump verzichtet auf Strafzölle gegen Mexiko

US-Präsident Donald Trump hat im Migrationsstreit eine Einigung mit Mexiko verkündet. Trump schrieb auf Twitter: "Die Zölle gegen Mexiko, deren Einführung durch die Vereinigten Staaten am Montag geplant war, sind hiermit auf unbestimmte Zeit aufgeschoben." Mexiko habe sich im Gegenzug bereiterklärt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Migration an der Südgrenze der USA einzudämmen. Die Zahl der illegal über die Grenze gelangten Menschen hatte zuletzt deutlich zugenommen. Dabei handelt es sich meist um Migranten aus Mittelamerika, die vor Armut und Gewalt in ihren Ländern flüchten.

 

USA drohen der Türkei mit Sanktionen

Die USA haben der Türkei eine Frist bis Ende Juli gesetzt, um auf den Kauf russischer S-400-Flugabwehrraketen zu verzichten. Das US-Verteidigungsministerium kündigte Sanktionen für den Fall an, dass Ankara dieser Forderung nicht nachkommen sollte. Bleibe die Türkei bei dem Rüstungsdeal mit Russland, müssten gegebenenfalls alle türkischen Piloten, die derzeit an den neuen F-35-Kampfjets der NATO ausgebildet werden, die USA verlassen, warnte das Pentagon. Die USA und andere NATO-Mitgliedstaaten befürchten, Russland könnte über das S-400-System Informationen über NATO-Flugzeuge erlangen.

 

Venezuela öffnet Grenze zu Kolumbien teilweise wieder

Nach vier Monaten hat Venezuela seine Grenze zum Nachbarland Kolumbien wieder geöffnet. Das teilte Staatschef Nicolás Maduro auf Twitter mit. Mit der Freigabe der Fußgängerbrücken zwischen Táchira und dem kolumbianischen Cúcuta können nun wieder Tausende Venezolaner im Nachbarland arbeiten, einkaufen oder zur Schule gehen. Im Februar hatte der umstrittene Staatspräsident die Grenzen wegen angekündigter Hilfslieferungen dichtgemacht. Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Aus Mangel an Devisen können kaum noch Lebensmittel und Medikamente importiert werden.

 

Außenminister Maas zu Gesprächen im Nahen Osten

Der Besuch von Bundesaußenminister Heiko Maas in Jordanien hat begonnen. Es ist die erste Station seiner viertägigen Reise in den Nahen und Mittleren Osten. In Jordanien besuchte er einen Stützpunkt der Bundeswehr. Deutschland beteiligt sich von dort aus mit Tornado-Aufklärungsjets am Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat". Wichtigste Station der Reise ist am Montag der Iran. Maas will sich dort für den Fortbestand des umstrittenen Atomabkommens einsetzen. Die USA waren vor einem Jahr aus dem Abkommen ausgestiegen. Sie setzen Teheran nun wieder mit Wirtschaftssanktionen unter Druck.

 

UN prangern Zustände in Libyens Flüchtlingslagern an

Die Vereinten Nationen haben die Lebensbedingungen in Lagern für Flüchtlinge in Libyen scharf kritisiert. "Wir sind tief betroffen angesichts der grässlichen Bedingungen, unter denen Migranten in Libyen inhaftiert sind", sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, Rupert Colville. Der UN-Vertreter berichtete von Tuberkulosetoten und unterernährten Menschen. Nach UN-Angaben werden rund 3400 Migranten in der libyschen Hauptstadt Tripolis in Lagern festgehalten. Die Einheitsregierung hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Milizen hatten im April eine Offensive auf Tripolis gestartet.

 

Russische Polizei geht gegen Enthüllungsjournalisten vor

Der bekannte Enthüllungsjournalist Iwan Golunow ist in Moskau festgenommen worden. Dem 36-Jährigen, der für das unabhängige russischsprachige Portal "Medusa" arbeitet, werde Drogenbesitz vorgeworfen, erklärte die Polizei. Medusa und Golunows Anwalt wiesen die Anschuldigung zurück. Sie warfen den Behörden vor, Golunow für seine Recherchen bestrafen zu wollen. In Moskau demonstrierten rund hundert Menschen gegen die Festnahme. Menschenrechtler äußerten sich empört. Am Samstag soll der Journalist einem Haftrichter vorgeführt werden.

 

Estland erstmals Mitglied im UN-Sicherheitsrat

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben turnusgemäß fünf neue nicht-ständige Mitglieder für den UN-Sicherheitsrat gewählt. Zum ersten Mal werden Estland und der Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen ab Januar 2020 für zwei Jahre im mächtigsten UN-Gremium sitzen. Zudem wählte die Generalversammlung Niger, Tunesien und Vietnam. Der Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern, von denen die USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien feste Sitze und ein Veto-Recht haben. Die übrigen zehn Länder werden jeweils für zwei Jahre gewählt.

 

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