07.04.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 07.04.2021
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Langsam gesprochene Nachrichten

07.04.2021 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:59

Nachrichten von Mittwoch, 07.04.2021 – langsam gesprochen als MP3

Amnesty beklagt Folgen der Corona-Krise

Die Menschenrechtslage hat sich durch die Corona-Krise rund um den Globus verschlechtert. Das geht aus dem jüngsten Jahresbericht von Amnesty International hervor. In vielen Teilen der Welt verstärke die Pandemie bestehende Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung. Dabei litten vorerkrankte Menschen, Geflüchtete, Beschäftigte im Gesundheitswesen, Minderheiten sowie Frauen und Mädchen am meisten unter den Folgen, so die Menschenrechtsorganisation. Ihr Bericht prangert auch die Benachteiligung ärmerer Länder bei der Verteilung von Impfstoff an.

 

Impfangebot für jeden US-Amerikaner

In den USA sollen alle Erwachsenen noch in diesem Monat einen Corona-Impftermin vereinbaren können. Vom 19. April an sei jeder Erwachsene berechtigt, sich in die Schlange zu stellen, um eine Corona-Impfung zu bekommen, sagte Präsident Joe Biden. Mit der Aufhebung der Staffelung sei die Hoffnung verbunden, dass mehr Menschen schneller geimpft werden, hatte zuvor eine Sprecherin des Weißen Hauses gesagt. Die USA sind – gemessen an absoluten Zahlen der Infektionen und Toten – das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

 

Russland nimmt Nawalny-Unterstützer fest

Russische Ärzte haben vergeblich versucht, Zugang zum Straflager Pokrow zu erhalten, in dem der erkrankte Kremlkritiker Alexej Nawalny inhaftiert ist. Seine Hausärztin Anastassija Wassiljewa, weitere Unterstützer des Kremlkritikers sowie ein Reporter des US-Nachrichtensenders CNN wurden vorübergehend festgenommen – wegen Störung der "öffentlichen Ordnung", wie es hieß. Nawalny war aus Protest gegen mangelhafte medizinische Versorgung Ende März in einen Hungerstreik getreten. Russland weist internationale Forderungen nach einer sofortigen Freilassung des 44-Jährigen zurück.

 

Ukraine fordert "echtes Signal" an Russland

Angesichts der wachsenden Spannungen mit Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die NATO aufgefordert, den Beitritt seines Landes zur westlichen Militärallianz voranzutreiben. Das sei der "einzige Weg, um den Krieg im Donbass zu beenden", twitterte Selenskyj mit Blick auf die Unruheregion im Osten der Ukraine. Ein beschleunigtes Beitrittsverfahren wäre "ein echtes Signal an Russland", betonte der Staatschef. Die NATO reagierte zurückhaltend und forderte von der Führung in Kiew weitere Reformen.

 

Hoffnungsschimmer bei Atomgesprächen in Wien

Die erste Runde der neuen Gespräche über Irans umstrittenes Atomprogramm ist nach Angaben der Beteiligten positiv verlaufen. Äußerungen aus den USA, die eine Aufhebung von Sanktionen in Erwägung ziehen, wurden von der Führung in Teheran als "vielversprechend" begrüßt. Das Außenministerium in Washington bezeichnete seinerseits das Treffen am Dienstag in Wien als "konstruktiv". Es stünden allerdings noch schwierige Verhandlungen bevor. Sie sollen am Freitag fortgesetzt werden. Die EU tritt dabei als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf.

 

Arkansas verbietet Behandlungen von Transjugendlichen

Im US-Bundesstaat Arkansas ist ein umstrittenes Gesetz beschlossen worden, das geschlechtsangleichende Maßnahmen für transsexuelle Jugendliche verbietet. Das Parlament in der Hauptstadt Little Rock setzte sich damit über ein Veto des republikanischen Gouverneurs Asa Hutchinson hinweg. Er hatte argumentiert, der Staat dürfe sich nicht "ins Zentrum jeder medizinischen, menschlichen und ethischen Angelegenheit" stellen. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) warnte vor "verheerenden" Folgen des Verbots. Zugleich kündigte sie eine Klage gegen das Gesetz an.

 

Theologe Hans Küng gestorben

Hans Küng, einer der renommiertesten Theologen weltweit und Begründer der Stiftung Weltethos, ist im Alter von 93 Jahre in seinem Haus in Tübingen verstorben. Der von 1960 bis 1996 in Tübingen lehrende Schweizer hat die katholische Kirche maßgeblich mit geprägt. Seine Bücher wurden Bestseller. In den vergangenen 30 Jahren engagierte er sich vor allem für den Dialog der Weltreligionen. Küng erhielt viele Auszeichnungen, darunter mehr als ein Dutzend Ehrendoktorwürden. 1979 hatte Rom ihm die Lehrerlaubnis entzogen, unter anderem wegen Kritik an der Lehre der Unfehlbarkeit des Papstes.

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