06.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 06.09.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

06.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:35

Nachrichten von Donnerstag, 06.09.2018 – langsam gesprochen als MP3

Afghanistans Präsident warnt vor Illusionen

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat seine Landsleute vor falschen Hoffnungen in Bezug auf Deutschland gewarnt. Es gebe den "Irrglauben, die Straßen in Deutschland seien mit Gold gepflastert", sagte Ghani der "Bild"-Zeitung. Er wies darauf hin, Afghanen, die in ihrer Heimat der Mittelschicht angehörten und Teil einer lebhaften unternehmerischen Chancenvielfalt seien, verrichteten nach ihrer Flucht in Deutschland handwerkliche Tätigkeiten. Dies sei ein sozialer Abstieg. Ghani forderte eine "strategische Kommunikation", die das falsche Deutschland-Bild zurechtrücke.

 

Deutschland und Türkei auf holprigem Versöhnungsweg

Deutschland und die Türkei wollen nach vielen Monaten des erbitterten Streits wieder auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen zusteuern. Die Außenminister Heiko Maas und Mevlüt Cavusoglu bekannten sich nach Gesprächen in Ankara zu einer konstruktiven Zusammenarbeit. Cavusoglu will aber keine Bedingungen für einen Annäherungsprozess akzeptieren, während Deutschland die Freilassung von sieben in der Türkei aus politischen Gründen inhaftierten deutschen Staatsbürgern verlangt.

 

Seehofer: Migration ist "Mutter aller Probleme"

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich erstmals zu den Vorfällen im sächsischen Chemnitz geäußert und Verständnis für die Demonstranten gezeigt. Wenn sich Leute empörten, mache sie das noch lange nicht zu Nazis, sagte Seehofer laut Medienberichten am Rande der Klausur der CSU-Landesgruppe. Er reagierte damit auf die Demonstrationen, Aufmärsche rechter Gruppen und Unruhen nach der Tötung eines 35-Jährigen. Die Migrationsfrage bezeichnete der CSU-Chef als "Mutter aller politischen Probleme" in Deutschland. Viele Menschen verbänden "jetzt ihre sozialen Sorgen mit der Migrationsfrage".

 

Anonymer Regierungsmitarbeiter in der "New York Times": Widerstand gegen Trump

Innerhalb der US-Regierung gibt es nach einem Bericht eines anonymen hochrangigen Mitarbeiters aktiven Widerstand gegen Präsident Donald Trump. Die "New York Times" veröffentlichte einen entsprechenden Gastbeitrag ohne den Namen des Autors zu nennen. In dem Bericht heißt es, viele hochrangige Mitarbeiter in der Regierung von Trump würden unablässig daran arbeiten, Teile seines Programms und seiner schlimmsten Neigungen zu verhindern. Viele Strategien der Regierung seien richtig, es gebe aber eine "Amoralität des Präsidenten." Er selbst sprach von Verrat.

 

Amerikanische Staaten beraten über Fluchtwelle aus Venezuela

Angesichts der weiter steigenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Krisenstaat Venezuela suchen die Länder des amerikanischen Doppelkontinents nach Lösungen. Es handele sich um "eine beispiellose Krise", sagte der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, in Washington. Die Folgen seien vergleichbar mit denen eines Krieges. Almagro forderte die Staaten der Region auf, den Flüchtlingen so gut wie möglich zu helfen. Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt, steckt aber in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise.

 

Paraguay verlegt Botschaft in Israel zurück nach Tel Aviv

Nur dreieinhalb Monate nach dem Umzug der Botschaft nach Jerusalem verlegt Paraguay seine diplomatische Vertretung in Israel wieder zurück nach Tel Aviv. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ordnete als Reaktion eine Schließung der israelischen Botschaft in Paraguay an. Noch ist unklar, ob die Schließung dauerhaft sein soll und ob dies einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen bedeuten könnte. Nach den USA und Guatemala hatte Paraguay im Mai als drittes Land seine Botschaft nach Jerusalem verlegt.

 

Tote und Sachschäden nach Erdbeben in Japan

Bei einem schweren Erdbeben im Norden Japans sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 120 verletzt worden. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst, nachdem Häuser auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido durch Erdrutsche verschüttet worden waren. Fernsehsender zeigten Bilder von zerstörten Gebäuden und aufgerissenen oder mit Schlamm überschwemmten Straßen. Das Beben der Stärke 6,7 hatte die Menschen im Schlaf überrascht. In rund drei Millionen Haushalten auf Hokkaido fiel die Stromversorgung aus.

 

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