05.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 05.06.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

05.06.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:25

Nachrichten von Mittwoch, 05.06.2019 – langsam gesprochen als MP3

Anhaltende Gewalt in Sudans Hauptstadt Khartum

Beim gewaltsamen Vorgehen der Armee gegen die Protestbewegung sind im Sudan seit Montag mindestens 60 Menschen getötet worden. Das teilte das Zentralkomitee sudanesischer Ärzte mit, es steht der Protestbewegung nahe. Bislang war von rund 40 Toten die Rede gewesen. Die Armee hatte am Montag in der Hauptstadt Khartum gewaltsam Blockaden von tausenden Demonstranten geräumt, die seit rund zwei Monaten eine zivile Regierung für das nordostafrikanische Land fordern. Der herrschende Militärrat kündigte am Dienstag Vereinbarungen mit der Protestbewegung auf und kündigte binnen neun Monaten Wahlen an.

 

Amnesty kritisiert Vorgehen der Behörden in Frankreich gegen Migranten

Amnesty International wirft den Behörden in Nordfrankreich vor, Flüchtlinge und ihre Helfer gezielt zu schikanieren und einzuschüchtern. Die Menschenrechtsgruppe schreibt in einem Bericht, in inoffiziellen Lagern bei Calais und Grande-Synthe lebten noch immer rund 1200 Migranten in prekären Verhältnissen. Darunter seien auch viele unbegleitete Minderjährige. In den vergangenen zwölf Monaten sei die Zahl der zerstörten Camps und Zelte im Raum Calais gestiegen. Alleine von Januar bis Mai habe es 391 "Zwangsräumungen" gegeben. Auch gegen Flüchtlingshelfer gingen die Behörden massiv vor.

 

Dänen wählen neues Parlament

Zehn Tage nach der Europawahl wird in Dänemark am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Umfragen zufolge hat die Sozialdemokratin Mette Frederiksen gute Chancen, Ministerpräsidentin zu werden. In den letzten vier Jahren hatte diesen Posten Lars Løkke Rasmussen inne, der eine rechtskonservative Minderheitsregierung führt. Er hatte die Wahl am 7. Mai ausgerufen und seitdem vergeblich versucht, seinen Rückstand in den Umfragen wettzumachen. 179 Parlamentssitze werden vergeben, darunter jeweils zwei für Politiker aus Grönland und von den Färöer-Inseln.

 

Massendemonstration gegen Regierungschef Babis in Prag

In der tschechischen Hauptstadt Prag sind Zehntausende Menschen zu einer Großkundgebung gegen den unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Andrej Babis zusammengekommen. "Schande, Schande" und "Babis ins Gefängnis", skandierte die Menge. Die Veranstalter sprachen von 120.000 Teilnehmern. Es sei eine der größten Kundgebungen seit der demokratischen Wende von 1989. Die Demonstranten werfen dem Milliardär und Gründer der populistischen Partei ANO vor, als Unternehmer jahrelang unrechtmäßig von EU-Subventionen profitiert zu haben. Sie fordern den Rücktritt des Regierungschefs.

 

Athen fordert Berlin zu Verhandlungen über Reparationen auf

Griechenland verlangt von Deutschland Verhandlungen über Reparationen für Schäden, die es unter deutscher Besetzung während des Zweiten Weltkriegs erlitten hat. Eine entsprechende Verbalnote sei nach Berlin geschickt worden, teilte das Außenministerium mit. Das Parlament in Athen hatte im April eine diplomatische Initiative beschlossen, um Entschädigung zu fordern. Eine Expertenkommission hatte Schäden von bis zu 290 Milliarden Euro errechnet. Die Bundesregierung betrachtet das Thema als erledigt und sagt, alle finanziellen Forderungen Griechenlands aus dem Zweiten Weltkrieg seien abgegolten.

 

US-Regierung schränkt Reisen nach Kuba ein

Die USA haben neue Sanktionen gegen Kuba verhängt, die der Tourismusbranche des Karibikstaates schaden sollen. Demnach sind US-Bürgern Gruppenreisen zu Bildungszwecken nach Kuba verboten. Auch US-Kreuzfahrtschiffe und Jachten dürfen die Insel nicht mehr ansteuern. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, Kuba spiele eine "destabilisierende" Rolle in der Region, und prangerte Kubas Unterstützung für die linken Regierungen in Venezuela und Nicaragua an. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez warf den USA vor, die kubanische Wirtschaft "abwürgen" zu wollen, um "politische Konzessionen" zu erzwingen.

 

Früherer UEFA-Präsident Lennart Johansson gestorben

Der frühere schwedische UEFA-Präsident Lennart Johansson ist tot. Er sei am Dienstagabend nach kurzer Krankheit gestorben, teilte der schwedische Fußballverband mit. Johansson wurde 89 Jahre alt. Der Skandinavier führte von 1990 bis 2007 den europäischen Dachverband. Die FIFA kündigte an, ihren ehemaligen Vize-Präsidenten an diesem Mittwoch beim Kongress des Fußball-Weltverbandes in Paris zu ehren.

 

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