04.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 04.09.2019
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Langsam gesprochene Nachrichten

04.09.2019 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:52

Nachrichten von Mittwoch, 04.09.2019 – langsam gesprochen als MP3

Schlappe für Johnson: No-Deal-Gegner gewinnen Abstimmung

Die Gegner eines ungeordneten EU-Austritts Großbritanniens haben Premierminister Boris Johnson eine schwere Niederlage zugefügt. 328 Abgeordnete stimmten für eine Vorlage, die den Weg für ein Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit ebnet - 301 waren dagegen. Für diese Novelle votierten auch Rebellen der regierenden Tories. Sollte das Unterhaus den Entwurf am Mittwoch absegnen, will Johnson Neuwahlen ansetzen. Um eine Neuwahl herbeizuführen, ist eine Zweidrittelmehrheit der Abgeordneten notwendig. Durch den Fraktionswechsel eines Abgeordneten hatte Johnson zuvor seine Mehrheit eingebüßt.

 

Venezolanisches Militär marschiert an Grenze zu Kolumbien auf

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat Militärmanöver an der Grenze zu Kolumbien angeordnet. Alle Truppen im Grenzgebiet seien in Alarmbereitschaft, sagte Maduro vor Soldaten. Damit verschärfen sich die Spannungen zwischen den beiden südamerikanischen Ländern weiter. Hintergrund ist die Drohung der kolumbianischen Farc-Rebellen, wieder zu kämpfen. Kolumbiens Präsident Ivan Duque hatte Venezuela vorgeworfen, ihnen Unterschlupf zu bieten. Maduros Widersacher Juan Guaido, der diesem die demokratische Legitimation abspricht, forderte ein hartes Vorgehen gegen in Venezuela untergetauchte Rebellen.

 

Hurrikan Dorian hinterlässt Zerstörung auf den Bahamas

Nach dem Wüten des Hurrikans "Dorian" mit mindestens sieben Toten beginnen auf den Bahamas die Aufräumarbeiten. Behörden befürchten weitere Opfer in den Trümmern. Das Rote Kreuz rechnet mit 13.000 beschädigten oder zerstörten Häusern. 61.000 Menschen sind nach UN-Schätzungen auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Der Wirbelsturm war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern in der Stunde über die Atlantik-Inselgruppe gefegt. "Dorian" hat sich inzwischen zu einem Tropensturm der Kategorie Zwei abgeschwächt und wird am Mittwoch an der Küste vor dem US-Bundesstaat Florida erwartet.

 

Pentagon gibt Milliardensumme für Mauerbau frei

US-Präsident Donald Trump ist bei seinem Wahlkampfversprechen, eine Mauer auf der Grenze zu Mexiko zu errichten, einen großen Schritt vorangekommen. Das Pentagon hat 3,6 Milliarden US-Dollar für den Bau eines 280 Kilometer langen Teilstücks bewilligt. Das Geld stammt aus einem Topf für Neubau und Instandhaltung militärischer Infrastruktur. 127 Projekte werden nun zurückgestellt. Die oppositionellen Demokraten sprechen von einem "Missbrauch" des Verteidigungsbudgets und einem "Schlag ins Gesicht" der US-Streitkräfte. Trump will mit dem Bau Drogenschmuggel und illegale Einwanderung eindämmen.

 

Medien: Hongkonger Aktivist Wong bittet Merkel um Hilfe

Joshua Wong, ein Anführer der Protestbewegung in Hongkong, hat Kanzlerin Merkel in einem offenen Brief um Unterstützung gebeten. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ersucht er auch um ein Treffen mit den Aktivisten. In dem Brief erklärt Wong demnach, Merkel habe in der DDR Erfahrungen aus erster Hand mit den Schrecken einer diktatorischen Regierung gemacht. Wong und weitere Aktivisten vergleichen darin die Hongkonger Proteste für Demokratie und gegen die Einflussnahme Chinas mit den friedlichen Montagsdemonstrationen in der DDR im Jahr 1989. Merkel reist am Donnerstag nach China.

 

Explodierende Mine tötet etliche Menschen in Mali

Durch die Explosion einer Landmine auf einer Straße in Mali sind mindestens 14 Menschen getötet und 13 verletzt worden. Die Opfer hätten in einem Bus gesessen, der auf dem Weg von Douentza im Zentrum in die nördliche Stadt Gao über die Mine gefahren sei, erklärte das Busunternehmen. Laut Polizei platzierten "Terroristen" die Mine. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die Ex-Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität.

 

Papst besucht Mosambik, Madagaskar und Mauritius

Papst Franziskus bricht an diesem Mittwoch zu einer einwöchigen Reise in drei Länder im Südosten Afrikas auf: Mosambik, Madagaskar und Mauritius. In der mosambikanischen Hauptstadt Maputo sind Begegnungen mit Regierungsvertretern und Jugendlichen geplant. Der Papst wird auch Straßenkinder, Aidskranke und Zyklon-Opfer treffen. Um Armut und Korruption dürfte es auch beim Papstbesuch in Madagaskar gehen, das ebenfalls zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Am Montag wird Franziskus zu einem eintägigen Besuch in Mauritius erwartet, der letzten Reisestation.

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