01.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 01.11.2013
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Nachrichten

01.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden ist prinzipiell bereit, in Deutschland über die Spähaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA auszusagen. Dies teilte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele nach einem überraschenden Treffen mit Snowden in Moskau mit. Snowdens Anwalt erklärte dagegen, der US-Bürger könne Russland nicht verlassen, ohne seinen Asyl-Status zu gefährden. Ströbele hat von Snowden einen Brief erhalten, der unter anderem an die Bundesregierung, den Bundestag und den Generalbundesanwalt adressiert ist. Er werde das Schreiben an diesem Freitag in Berlin publik machen, hieß es auf der Internet-Seite des Grünen-Politikers.

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Nach ständig neuen Enthüllungen über Ausspähaktionen des Geheimdienstes NSA will der US-Senat den Agenten jetzt Grenzen setzen. Der Geheimdienstausschuss des Senats votierte für einen Gesetzentwurf, der eine begrenzte Geheimdienstreform vorsieht. Das Gesetz würde die NSA zu etwas mehr Transparenz verpflichten. So müsste der Geheimdienst etwa einen jährlichen Bericht über Ermittlungen vorlegen, die sich auf NSA-Daten stützen. Kritiker sehen in dem Entwurf nur ein Feigenblatt, mit dem die Eingriffe des Geheimdiensts in die Privatsphäre von Millionen Bürgern nicht korrigiert würden.

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Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben syrischer Rebellen und US-Regierungskreise einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Streitkräfte am Mittelmeer angegriffen. Das israelische Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Der US-Sender CNN zitierte einen Vertreter der Regierung in Washington, mit dem Angriff sollten Raketen zerstört werden, die das Regime von Baschar al-Assad möglicherweise an die verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon liefern wollte. Das Zweite Israelische Fernsehen berichtete, Ziel des Angriffs sei ein hochmodernes Flugabwehrsystem gewesen. Satellitenaufnahmen des angegriffenen Gebiets zeigten nach Angaben des Senders eine Batterie russischer Abwehrraketen des Typs S-125 Newa. Die israelische Armee hat seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien vor etwa zweieinhalb Jahren schon öfter militärische Ziele in dem Nachbarland angegriffen.

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Der verstaatlichte US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae hat wegen des Skandals um den Zinssatz Libor Klage gegen neun internationale Großbanken eingereicht, unter ihnen die Deutsche Bank. Die Manipulationen des internationalen Referenzzinssatzes hätten dem Unternehmen Verluste von rund 800 Millionen Dollar beschert, teilte ein Sprecher mit. Fannie Mae sehe sich daher zu der Klage vor einem Bundesgericht in New York gezwungen. Die hohen Verluste seien entstanden, weil Fannie Mae im Vertrauen auf eine ehrliche Festsetzung des Libors Transaktionen mit gewaltigem Volumen an den Zinssatz gekoppelt habe. Vier der verklagten Banken, die Schweizer UBS, Barclays und Royal Bank of Scotland sowie die niederländische Rabobank haben bei Verhandlungen mit verschiedenen Regulierungsbehörden bereits hohe Strafzahlungen akzeptiert. Angeklagt sind neben der Deutschen Bank noch Credit Suisse, Bank of America, Citigroup und JPMorgan Chase. Der Libor legt fest, zu welchen Zinsen sich Banken untereinander Geld leihen. An diesem Zins orientiert sich das globale Kreditgeschäft in Billionenhöhe.

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In Frankreich bleibt Präsident Francois Hollande im Streit mit den Fußball-Klubs um die geplante Reichensteuer hart. Nach einem Gespräch mit den Vereinspräsidenten bekräftigte Hollande, dass es keine Ausnahmen geben werde. Die Vereinigung der Profi-Fußball-Vereine kündigte daraufhin an, den bereits geplanten Streik am letzten November-Wochenende in die Tat umzusetzen. Alle Spiele der ersten und zweiten Liga sollen ausfallen. Vom 1. Januar an sollen in Frankreich alle Unternehmen, die Angestellten mehr als eine Million Euro Gehalt pro Jahr bezahlen, mit 75 Prozent Steuern zur Kasse gebeten werden.

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