01.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 01.02.2016
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Nachrichten

01.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Montag, 1. Februar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Deutsche Handballer gewinnen EM-Titel:

Die deutschen Handballer sind Europameister. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson besiegte Spanien im Finale im polnischen Krakau mit 24:17 und qualifizierte sich damit auch direkt für die Olympischen Spiele in Rio. Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes beim siebten Sieg in Serie war Kai Häfner mit sieben Toren, Torhüter Andreas Wolff bot eine überragende Leistung. Für den deutschen Handball ist der EM-Sieg der größte Erfolg seit dem WM-Gold beim Wintermärchen 2007 und der zweite EM-Titel nach 2004. Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte der Mannschaft. Am Nachmittag wird das deutsche Team mit einem großen Fan-Fest in Berlin empfangen.

De Maizière führt Gespräche über afghanische Flüchtlinge:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist zu einem Kurzbesuch in Afghanistan eingetroffen. Auf dem Programm stehen politische Gespräche mit afghanischen Regierungsvertretern in der Hauptstadt Kabul. Wichtiges Thema ist die steigende Zahl afghanischer Flüchtlinge in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren mehr als 150.000 Afghanen als Asylbewerber registriert. Die Bundesregierung will die Zahl der Asylbewerber aus dem Land reduzieren und mehr Afghanen in ihre Heimat zurückschicken. De Maizière hatte bereits im Oktober beklagt, der starke Anstieg afghanischer Asylsuchender sei inakzeptabel, es sei viel deutsche Entwicklungshilfe in das Land geflossen.



IW-Studie: Flüchtlinge kosten den Staat rund 50 Milliarden:

Unterbringung, Verpflegung sowie Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge werden den Staat nach einer neuen Studie in diesem und im kommenden Jahr insgesamt knapp 50 Milliarden Euro kosten. 2016 sei nach der Prognose des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit Kosten von 22 Milliarden Euro zu rechnen, schreibt die Zeitung "Rheinische Post". Wenn die Zahl der Migranten auf 2,2 Millionen steigen sollte, erhöhten sich die Kosten im kommenden Jahr auf 27,6 Milliarden Euro. Sollte daraus Realität werden, käme Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble voraussichtlich spätestens 2017 nicht mehr ohne Neuverschuldung aus, analysiert das arbeitgebernahe Institut.



Annäherung bei Londoner Gespräch über EU-Reform:

Im Streit um die britischen Wünsche zur Reform der EU hat es offenbar eine Annäherung gegeben. Zwar teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach einem Treffen mit Premierminister David Cameron mit, es gebe "noch keinen Deal" und man arbeite in den nächsten 24 Stunden intensiv weiter. Das Büro Camerons erklärte jedoch, man habe einen Durchbruch erzielt. Beide Politiker hätten sich auf die Modalitäten einer "Notbremse" zur Kürzung von Sozialleistungen verständigt. Cameron will zugewanderten EU-Ausländern erst Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen gewähren, wenn diese mindestens vier Jahre in Großbritannien gearbeitet haben. Allerdings gebe es in den drei anderen Verhandlungsbereichen noch offene Fragen, teilte sein Büro mit. Der Premier will seine Landsleute spätestens 2017 über den Verbleib Großbritanniens in der EU abstimmen lassen. Beim EU-Gipfel am 18. und 19. Februar soll ein Kompromiss gefunden werden.



Historische Parlamentssitzung in Myanmar:

Knapp drei Monate nach dem großen Wahlsieg von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat in Myanmar erstmals das neue Parlament getagt. Das letzte Mal hatte es in dem Land vor 55 Jahren eine Sitzung eines frei gewählten Parlamentes gegeben. Suu Kyi wurde bei der kurzen Sitzung gemeinsam mit den anderen Mandatsträgern vereidigt. Ihre Partei, die Nationale Liga für Demokratie (NLD), hatte über Jahrzehnte den Kampf für Demokratie gegen die regierende Militärjunta angeführt und bei der Parlamentswahl im November die absolute Mehrheit in beiden Kammern errungen. Bis Ende März will die NLD eine neue Regierung bilden und einen Präsidenten bestimmen. Gemäß der noch vom Militär geschriebenen Verfassung kann Suu Kyi nicht für das Amt kandidieren, weil sie mit einem Ausländer zwei Kinder hatte. Das Militär kontrolliert weiter wichtige Ministerien und stellt 25 Prozent der Abgeordneten im Parlament.

FC Bayern bleibt nach Heimsieg auf Titelkurs:

Bayern München hat seinen Siegeszug in der Fußball-Bundesliga trotz Verletztenmisere unbeirrt fortgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola bezwang ihren Lieblingsgegner 1899 Hoffenheim dank Doppeltorschütze Robert Lewandowski im 500. Spiel 2:0. Dagegen musste Vizemeister VfL Wolfsburg im Kampf um einen Europacup-Platz mit einem 1:1 gegen den 1. FC Köln erneut einen Rückschlag hinnehmen. Damit verlängert sich die Durststrecke der Niedersachsen auf nun sechs Spiele ohne Sieg.

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