Überall Wasser – Land unter in NRW | Deutschland evangelisch-katholisch | DW | 16.07.2021
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Deutschland evangelisch-katholisch

Überall Wasser – Land unter in NRW

Die Katastrophe mitten in Deutschland löst Trauer und Betroffenheit aus. Aber das darf nicht alles bleiben, schreibt Manfred Rütten für die evangelische Kirche.

Wasser. In den Häusern und auf den Straßen. Überall Wasser. Autos und Lieferwagen werden von den Fluten wie Spielzeug mitgerissen. Bäche werden zu Seen, und Menschen obdachlos. Es gibt Tote und Vermisste. Nicht irgendwo, weit weg in Asien, sondern hier bei uns. In Hagen, Köln, Altena, Euskirchen, Wuppertal. Die Liste ist lang. Und die Bilder im Netz und im Fernsehen machen sprachlos.

“Rette mich, Gott, denn das Wasser steht mir bis zum Hals! Ich versinke in tiefem Schlamm und finde keinen Halt. Das Wasser reißt mich in die Tiefe, die Flut überschwemmt mich.“ (Die Bibel, Psalm 69,2+3 Neue Genfer Übersetzung)

Dieses Gebet aus dem Alten Testament ist 3.000 Jahre alt. Aber es klingt, als wäre es erst gestern aufgeschrieben worden. Einen Unterschied gibt´s allerdings: Die Fluten, die wir in den letzten Tagen erlebt haben, sind kein Zufall. Kein bloßes Wetterphänomen. Sie sind eine Folge des Klimawandels. Wissenschaftler sagen: Der Jetstream in der Atmosphäre wird immer langsamer. Dadurch bleiben auch Regenwolken länger über ein und derselben Stelle. Was sich früher über große Gebiete verteilt hat, regnet heute auf wenige Quadratkilometer runter.

Was können wir tun? Wir können – nein: wir MÜSSEN endlich Gottes Auftrag an uns ernst nehmen und die Erde nicht nur bebauen, sondern sie auch bewahren. Weniger CO-2, mehr Sonnen- und Windkraftwerke, weniger Fleisch … wir wissen, wie es gehen könnte. Nur: Viel Zeit haben wir nicht mehr.

 

Manfred Rütten von der evangelischen Kirche