Ölkonzern Aramco drängt es an die Börse | Aktuell Nahost | DW | 03.11.2019
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Saudi-Arabien

Ölkonzern Aramco drängt es an die Börse

Wo viel Geld ist, da ist die Chance auf noch mehr Geld nicht gering. Das Unternehmen Aramco aus Saudi-Arabien dürfte bald ein gutes Beispiel dafür sein. Der hochprofitable Ölkonzern soll an die Börse gebracht werden.

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Startschuss für Börsengang von saudischem Ölriesen Aramco

Der Ölkonzern Saudi Aramco hat grünes Licht für den bereits seit längerem anvisierten Gang an die Börse erhalten. Die nationale Aufsichtsbehörde genehmigte den Antrag des Staatskonzerns für eine Notierung am heimischen Aktienmarkt. Ein konkreter Zeitplan wurde noch nicht genannt. Insidern zufolge sollen zunächst ein bis zwei Prozent der Anteile platziert werden. Im Gespräch sei dabei ein Emissionsvolumen von 20 Milliarden bis 40 Milliarden Dollar. Damit wäre es einer der größten Börsengänge aller Zeiten.

Bald weniger abhängig vom Öl?

Kronprinz Mohammed bin Salman will mit den Einnahmen den Umbau der Wirtschaft finanzieren und das Königreich weniger abhängig vom Öl- und Gassektor machen. Er hatte den Börsengang bereits vor drei Jahren ins Spiel gebracht. Doch der Schritt auf das Parkett verzögerte sich immer wieder.

Saudi Arabien | Angestellte der Aramco Oil Company (Getty Images/AFP/F. Nureldine)

Arbeiter von Aramco in Khurais

Aramco könnte das an der Börse wertvollste Unternehmen der Welt werden. Der Kronprinz hatte 2016 eine Bewertung von zwei Billionen Dollar angestrebt. In Banken- und Unternehmenskreisen wurde dieses Ziel allerdings als zu ehrgeizig und eine Bewertung von etwa 1,5 Billionen Dollar als realistischer bezeichnet. was immer noch viel ist.

Geradezu astronomische Gewinne 

Aramco ist die Abkürzung für Arabian American Oil Company. Der Konzern ist zuständig für fast alle Ölvorkommen im Wüstenstaat. Er fördert mehrere Millionen Barrel Öl täglich. Das Unternehmen hatte sich im April erstmals in die Bücher schauen lassen und dabei geradezu astronomische Gewinne enthüllt. Demnach summierte sich der Nettogewinn im vergangenen Jahr auf 111,1 Milliarden Dollar.

ml/gri (rtr, afp)

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