Öl-Zeitalter ist noch nicht zu Ende | Podcast Wirtschaft | DW | 14.11.2017
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Podcast Wirtschaft

Öl-Zeitalter ist noch nicht zu Ende

IEA präsentiert Welt-Energie-Ausblick +++ Warum RWE und Eon die großen Dax-Gewinner sind +++ VW willfähriger Helfer des brasilianischen Militärregimes +++ Estland sperrt digitale ID-Karten

Audio anhören 15:32

Energie

Trotz der immer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien sind die Zeiten von Öl und Gas noch längst nicht vorbei. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten der Internationalen Energieagentur IEA in ihrem aktuellen Jahresbericht. Dort heißt es, in den kommenden Jahrzehnten werde die weltweite Nachfrage nach Rohöl auch im Fall eines Elektroauto-Booms weiter steigen.

RWE und Eon

Wer hätte gedacht, dass die beiden großen Energiekonzerne Eon und  RWE einmal zu den großen Gewinnern im DAX gehören? Und dennoch: Dieses Jahr ist das der Fall. Im Zuge der Energiewende waren die Versorger gezwungen, ihre bisherigen Geschäftsmodelle neu zu überdenken. Scheinbar ist ihre jeweilige Strategie aufgegangen. Doch das ist es nicht allein, was die Aktien in diesem Jahr so attraktiv gemacht hat.

VW Brasilien

Neuer Ärger für VW und diesmal nicht wegen Betrügereien rund um den Diesel. Ein neues Gutachten der Bundesstaatsanwaltschaft Sao Paulo belastet Volkswagen Brasilien schwer. Es belegt, wie bereitwillig der Autohersteller in Zeiten der Militärdiktatur 1964 bis 1985 mit dem Regime zusammengearbeitet hat. Und es bringt den Volkswagen-Konzern unter Zeitdruck. Denn ein eigener Untersuchungsbericht ist noch immer in der Schublade. Er soll nun im Dezember vorgestellt werden. Zu der Veranstaltung in Brasilien sollen auch ehemalige VW-Arbeiter eingeladen werden, die damals den Schergen des Regimes ausgeliefert worden waren.

Estland

Peinlich, peinlich: Estland, der europäische Musterstaat in Sachen Digitalisierung und Vernetzung sperrt die digitalen ID-Karten, ohne die für die Esten gar nichts mehr geht. Grund ist eine zu spät erkannte und dann unterschätzte Sicherheitslücke - Update-Aktionen werden das öffentliche Leben in Estland wohl für Monate behindern.

Redakteur am Mikrofon: Klaus Ulrich