Ägyptische Grabkammer mit mehr als 40 Mumien entdeckt | Aktuell Afrika | DW | 02.02.2019
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Archäologie

Ägyptische Grabkammer mit mehr als 40 Mumien entdeckt

Um den Körper für ein Leben nach dem Tod zu erhalten, wurden im alten Ägypten Verstorbene - nicht nur Herrscher -mumifiziert. Bei der neuesten Entdeckung halfen die Grabbeigaben, das Alter der Mumien einzugrenzen.

Die Mumien seien in gutem Zustand, sagte Antikenminister Khaled al-Anani während einer offiziellen Zeremonie. Es handele sich um aus Stein gehauene Gräber einer bürgerlichen Familie, die vermutlich der Mittelschicht angehört habe, teilte das Ministerium mit. Unter den Mumien befinden sich zwölf Kinder und sechs Tiere.

Ägypten Fund von 50 Mumien in al-Minya (Reuters/A. Abdallah Dalsh)

Sicherheitskräfte bewachen die archäologische Stätte während der Präsentation

In der Fundstätte in der Provinz Al-Minya 260 Kilometer südlich von Kairo wurden den Angaben zufolge auch Keramiken und Sarkophage in den Gräbern gefunden. Der obersten Behörde für Denkmalpflege zufolge konnten die Mumien mithilfe der gefundenen Scherben und Papyrus-Teile datiert werden. Demnach stammen die Gräber aus der ptolemäischen Zeit, die von 323 bis 30 vor Christus andauerte.

Ägypten Fund von 50 Mumien in al-Minya (Reuters/A. Abdallah Dalsh)

In der Grabkammer befanden sich auch Keramiken und Sarkophage.

Zuletzt hatten die ägyptischen Behörden immer wieder neue archäologische Entdeckungen bekannt gegeben. Die Behörden hoffen, dass dadurch der Tourismus wieder anzieht. Dieser für das Land wichtige Wirtschaftszweig leidet seit den Aufständen im Jahr 2011 und den folgenden politischen Umbrüchen.

ust/haz (dpa, afp, rtr)

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