Ägyptens Präsident tritt zur Wiederwahl an | Aktuell Afrika | DW | 19.01.2018
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Nordafrika

Ägyptens Präsident tritt zur Wiederwahl an

Es kam wie erwartet: Abdel Fattah al-Sisi hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl Ende März offiziell verkündet. Alle Gegenkandidaten dürften chancenlos sein.

Der ägyptische Staatschef Abdel Fattah Al-Sisi (Artikelbild) tritt bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl für eine zweite Amtszeit an. Der 63-Jährige gab seine Kandidatur während einer im Fernsehen übertragenen Rede in Kairo bekannt. Er geht damit als klarer Favorit in die Wahl, deren erste Runde für Ende März angesetzt ist. Vor vier Jahren war Al-Sisi mit rund 97 Prozent der Stimmen erstmals zum Präsidenten des nordafrikanischen Landes gewählt worden.

Der Ex-General rief die Wähler auf, sich zahlreich an der Wahl zu beteiligen, die "frei und transparent" sein werde. Die Welt solle sehen, wie sich das demokratische Experiment in Ägypten entwickelt habe, sagte Al-Sisi. 

Wiederwahl wohl sicher

Politische Beobachter gehen davon aus, dass der Staatschef keinen ernstzunehmenden Gegenkandidaten haben wird.

Ahmed Schafik (picture-alliance/dpa)

Verzichtete auf eine Kandidatur: Ahmed Schafik

Mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Ahmed Schafik hatte kürzlich einer der aussichtsreichsten Konkurrenten Al-Sisis erklärt, dass er nicht bei der Wahl antreten werde. Ägyptens Führung habe auf den 76-jährigen Schafik Druck ausgeübt, meldete die "New York Times". Kandidaturen können noch bis Ende Januar eingereicht werden.

2013 hatte Al-Sisi an der Spitze des Militärs gestanden, als die Armee nach Massenprotesten den ersten frei gewählten Präsidenten des Landes, den Islamisten Mohammed Mursi, stürzte. Seitdem geht Ägyptens Regierung hart gegen Islamisten und andere Gegner vor. Das Demonstrationsrecht ist massiv eingeschränkt. Menschrechtler werfen der Führung vor, Tausende Regierungskritiker inhaftiert zu haben.

wa/ml (dpa, afp, rtr)

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