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Geteilte Insel

Zypern-Gespräche in Genf vertagt

Der Wille ist da - aber die Detailfragen sind knifflig. Auf dem Weg zu einer Wiedervereinigung Zyperns liegen noch einige Stolpersteine. Die soll eine Expertengruppe jetzt aus dem Weg räumen.

Zypern-Konferenz in Genf - Akinci, Anastasiades und Guterres (Getty Images/AFP/P. Desmazes)

UN-Generalsekretär Guterres mit Nicos Anastasiades und Mustafa Akinci (von rechts)

Die Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns haben keine greifbare Einigung erbracht. Die Teilnehmer hätten vereinbart, eine Arbeitsgruppe aus Experten einzusetzen, die am 18. Januar ihre Arbeit aufnehmen solle, teilten die Vereinten Nationen in Genf mit. Parallel würden die innerzyprischen Verhandlungen über ausstehende Fragen in anderen Bereichen fortgesetzt. Danach soll sich eine hochrangig besetzte Konferenz mit den Ergebnissen der technischen Gespräche befassen.

Die Teilnehmer der Genfer Gespräche hätten anerkannt, dass es an der Zeit sei, "die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen", erklärten die UN. "Das ist eine historische Gelegenheit, die nicht verpasst werden sollte."

Die Verhandlungen über eine Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel waren am Montag unter UN-Vermittlung in Genf wieder aufgenommen worden. Nach dreitägigen Gesprächen zwischen dem griechisch-zyprischen Präsidenten Nicos Anastasiades und dem Volksgruppenführer der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, nahmen an den Beratungen am Donnerstag auch die Außenminister der Türkei, Griechenlands und Großbritanniens teil. Die drei Länder sind die Garantiemächte Zyperns.

"Türkische Garantie ist unerlässlich"

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte nach dem Ende der Konferenz, die Verhandlungen seien in eine "entscheidende Phase" getreten, es gebe aber noch Meinungsverschiedenheiten in "sensiblen Bereichen". Cavusoglu rügte zugleich seinen griechischen Kollegen Nikos Kotzias. Dieser hatte gesagt, bei einem Treffen am 23. Januar wollten die Außenminister der Türkei, Griechenlands und Großbritanniens über das Thema Sicherheit beraten.

"Die Ankündigung eines Datums vor dem Erreichen einer Vereinbarung ist nicht die richtige Methode", sagte der türkische Außenminister. "Es wird an dem Tag kein Treffen geben." Cavusoglu beharrte darauf, dass türkische Truppen auf der Insel bleiben müssten. Die türkische Garantie sei für die türkischen Zyprer "unerlässlich".

jj/stu (dpa, afp)