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Fränkisch

Zwischen Wurst und Wein

Wer hat die längste Bratwurst? Das ist für die Franken durchaus von Belang. Die Wurst spaltet die Region genauso in zwei Lager wie der Steigerwald. Der stellt nämlich die Grenze zwischen Bier- und Weinfranken dar.

Obwohl Franken Teil des Bundeslandes Bayerns ist, ticken die Menschen hier anders. Es gibt Nürnberger Rostbratwürste statt Münchener Weißwürste, man feiert auf dem Christkindlesmarkt statt auf dem Oktoberfest und – ganz wichtig – man spricht kein Bairisch.

Ein Braukessel der Kulmbacher Brauerei

Edler Tropfen oder schaumiger Genuss
Doch das ist auch das Einzige, in dem sich die Franken untereinander einig sind. Wein oder Bier? Kurze oder lange Würste? Darüber streiten sie sich seit Jahrhunderten. Denn Ober-, Unter- und Mittelfranken unterscheiden sich nicht nur in ihrer Sprache, sondern auch in ihrer Identität.

Der Steigerwald zwischen Nürnberg und Würzburg ist eine wichtige Mentalitätsgrenze. Auf der einen Seite leben die Bierfranken – so werden die Ober- und Mittelfranken häufig genannt. Angeblich hat Oberfranken die größte Brauereiendichte weltweit. Rund 200 Betriebe, die mehr als 1000 verschiedene Biere produzieren, gibt es in der Region.

Frankenwein im Bocksbeutel, einer gewölbten Flasche

Auf der anderen Seite des Waldes leben die Unterfranken – auch Weinfranken genannt. Sie sind stolz auf ihr großes Weinanbaugebiet, aus dem der bekannte Silvaner kommt. Daher trinken sie natürlich auch viel lieber einen edlen Tropfen als den schnöden Gerstensaft der Oberfranken.

Es geht um die Wurst
Und dann ist da natürlich noch die Sache mit den Würstchen. Die Würzburger haben die längsten und natürlich essen die Unterfranken die am allerliebsten. Doch den Mittelfranken kommt es nicht auf die Länge an und darum sind die Würstchen in Nürnberg eben kürzer.

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