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Kultur

Zwischen Hoffen und Bangen

Mit einem mühsam erkämpften 1:1 gegen die Ukraine hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihre WM-Chance gewahrt -muss aber weiter zittern.

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Bernd Schneider im Zweikampf mit Andrii Nesmachnyi

Rudi Völler sah das 1:1 am Samstag in Kiew ganz nüchtern: "Wir haben nur eine Zwischenetappe erreicht. Wir müssen weiter kämpfen." Die kämpferischen Tugenden der deutschen Auswahl standen auch schon in Kiew im Mittelpunkt. Vor 80.000 lautstarken ukrainischen Fans taten sich Kahn & Co zunächst sehr schwer. "Das war ein absoluter Hexenkessel. Ich habe als Spieler schon viel erlebt, aber so etwas noch nicht. Meine Mannschaft hatte mit dieser Atmosphäre zuerst zu kämpfen", meinte Völler.

Muntermacher in der 2. Minute

Schon nach 80 Sekunden, als die Abstimmung in der DFB-Abwehr noch nicht passte, traf Worobej den Pfosten. Als Zubow dann in der 18. Minute die Führung schaffte, nahm das Geschehen die Züge einer Fußball-Party mit fast südamerikanischem Temperament an. Doch danach legte die deutsche Elf jene Qualitäten an den Tag, die sie zuletzt vermissen ließ. "Der Einsatz und der Kampfgeist waren optimal", lobte Völler. Immerhin gelang es den Deutschen, den ukrainischen Topstar Andrej Schewtschenko vom AC Mailand zu neutralisieren.

Zickler und Asamoah wenig effektiv

Die auffälligsten Spieler standen auf deutscher Seite. Vor allem der Leverkusener Bernd Schneider, der erstmals seit zwei Jahren wieder ein Länderspiel bestritt, erwies sich auf der rechten Seite als Verstärkung. Seine präzisen Eck- und Freistöße führten zu den besten Chancen. Nach Latten-Kopfbällen von Thomas Linke und Marko Rehmer bereitete der 26-Jährige auch den Ausgleich von Michael Ballack (31.) vor. Einzelleistungen interessierten Völler nach dem Spiel weniger, Hauptsache die Mannschaft funktionierte. Dennoch verdienten sich neben Schneider noch Rehmer und Ballack Bestnoten.

Wenig überzeugend präsentierte sich dagegen einmal mehr der deutsche Sturm. Asamoah kämpfte wacker, aber ohne Durchschlagskraft, und Bayern-Stürmer Zickler hatte gegen die ukrainische Deckung einen schweren Stand. Vermutlich wird sich Teamchef Völler für das Rückspiel in Dortmund nach Alternativen umsehen.