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Aktuell Afrika

Zweites entführtes Mädchen in Nigeria frei

Zwei Jahre nach der Entführung von fast 300 Schülerinnen durch die Terror-Miliz Boko Haram in Nigeria ist ein zweites Mädchen frei. Präsident Buhari verspricht, die Suche nach den anderen Verschleppten zu intensivieren.

Die Jugendliche sei in Sicherheit, teilte der Sprecher des nigerianischen Militärs Sani Usman mit. Bei einem Einsatz der Armee in der Sambisa-Waldregion seien insgesamt 97 Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram befreit worden. Es handele sich ausnahmslos um Frauen und Kinder, sagte Usman. Bei der Militäraktion seien 35 Terroristen getötet worden.

Bereits am Dienstag war ein anderes entführtes Schulmädchen in der Sambisa-Waldregion im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Kamerun gefunden worden.

Noch 217 Mädchen vermisst

Boko Haram hatte am 14. April 2014 in der Ortschaft Chibok im Nordosten Nigerias 276 überwiegend christliche Schülerinnen entführt. Gut 50 Mädchen gelang die Flucht, 219 blieben vermisst. Sie werden nach Angaben der am Dienstag freigekommenen Amina Ali Nkeki von Boko Haram im Sambisi-Wald gefangen gehalten und streng bewacht.

Nigerias Präsident Buhari empfängt befreites Schulmädchen Amina Ali (Foto: AFP/Getty Images)

Nigerias Präsident Buhari empfängt befreites Schulmädchen Ali

Treffen mit Staatspräsident

Die 19-Jährige wurde mit ihrem in der Geiselhaft geborenen Kind in der nigerianischen Hauptstadt Abuja von Präsident Muhammadu Buhari empfangen. Er sei sehr traurig wegen der Grausamkeiten, die das Mädchen in so jungen Jahren durchleben musste, sagte Buhari. "Amina wird die beste Versorgung bekommen, die Nigeria leisten kann". "Aminas Rettung gibt uns neue Hoffnung", betonte der Präsident. Die Regierung werde "alles Mögliche unternehmen, um auch die anderen Mädchen zu retten".

In einem Telefon-Interview der Deutschen Welle brachte der Sprecher der Elternvereinigung aus Chibok, Yakubu Nkeki, seine Freude über die Befreiung zum Ausdruck: "Das gibt sehr viel Kraft und Mut, wie man jetzt eine junge Frau nach der anderen findet. Diese Nachricht freut uns sehr!

Die islamistische Bewegung Boko Haram - der Name bedeutet etwa "Westliche Bildung ist Sünde" - entstand 2002. Die Gruppe kämpft für einen islamischen Gottesstaates im Norden Nigerias. Die Terrormiliz tötete bei Angriffen und Anschlägen seit 2009 mindestens 14.000 Menschen.

wl/Sc (rtr, afp, dpa)