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Tupolew-Absturz

Zweiter Flugschreiber nach Tupolew-Absturz geborgen

Nach dem Flugdatenschreiber haben die russischen Suchmannschaften im Schwarzen Meer nun auch den Stimmrekorder sichergestellt. Die Auswertung der Daten der ersten Blackbox läuft bereits.

An Bord eines Flugzeugs befinden sich zwei Aufzeichnungsgeräte: der Flugdatenschreiber, der die technischen Daten während des Fluges registriert, sowie der Stimmrekorder. Er zeichnet alle Geräusche und Gespräche im Cockpit auf. Der Flugdatenschreiber der russischen Militärmaschine war schon am Dienstag geborgen worden. Es war in gutem Zustand und wird bereits untersucht. Jetzt wurde auch der Stimmrekorder geborgen. Von der Auswertung der Geräte erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die genaue Absturzursache. 

Die Militärmaschine vom Typ Tupolew Tu-154 war am Sonntag auf dem Weg von Sotschi nach Syrien mit 92 Menschen an Bord abgestürzt. Die Behörden vermuten als Unglücksursache einen Pilotenfehler oder ein technisches Problem. Sprengstoff an den Trümmerteilen ist den Behörden zufolge bislang nicht entdeckt worden.

Erster Flugschreiber der Tu-154 wird bereits untersucht

Erster Flugschreiber der Tu-154 wird bereits untersucht

Bislang wurden mindestens 15 Leichen und 239 Leichenteile geborgen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Bergungsarbeiten dauern an. Von über 1500 unter Wasser entdeckten Trümmerteilen seien knapp 600 bereits gehoben worden, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden der Agentur Tass.

An Bord der Maschine waren auch zahlreiche Mitglieder des Alexandrow-Ensembles, eines berühmten Armeechors, der bei den Neujahrsfeiern auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien auftreten sollte. Russland unterstützt die Regierung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad seit September 2015 auch durch Luftangriffe im Bürgerkrieg.

chr/jj (dpa, afp, ap)

 

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